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Dressur-EM Crozet: Gold für Deutschland!


Bild vergrößern Das deutsche Siegerteam in Crozet.

Das deutsche Siegerteam in Crozet (v.l.): Katharina Hemmer, Frereric Wandres, Isabell Wert und Ingrid Klimke. (© S. Lafrentz)

Am Ende war es klarer als erwartet: Ingrid Klimke, Katharina Hemmer, Frederic Wandres und Isabell Werth holen das 26. Mal EM-Gold für Deutschland!

Am Ende des Grand Prix erklang bei den Dressur-Europameisterschaften in Crozet/Frankreich die deutsche Hymne. Vorangegangen waren zwei Tage mit einigem Zittern, Höhen und Tiefen. Stolz konnten Ingrid Klimke, Katharina Hemmer, Frederic Wandres und Isabell Werth sein, die den Sieg mit viel Zusammenhalt im Team nach Hause gebracht hatten. Dabei fiel in diesem Jahr sehr wohl auf, dass das herausragende Paar der vergangenen Championate, Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB, nicht mehr dabei sind. Dafür gab es mit Katharina Hemmer und Denoix PCH eine tolle Neuentdeckung in Sachen Championat, die am gestrigen Tag souverän die Rolle des Overnight-Leaders einnahmen, nachdem es für Ingrid Klimke und Vayron nicht ganz optimal gelaufen war.

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Frederic Wandres solide, Carl Hester überrascht

Am zweiten Grand Prix-Tag überraschte zunächst Carl Hester mit dem 15 Jahre alten Bordeaux-Sohn Fame und einer Leistung, die von den Richtern mit 76,087 Prozent bewertet wurde. Damit übernahm er die Führung von Katha Hemmer. Nicht ganz so optimal lief es daraufhin bei Frederic Wandres und seinem ebenfalls 15 Jahre alten Bordeaux-Sohn Bluetooth OLD.

„In unserer Prüfung gab es viele sehr schöne Sachen, aber auch einige, bei denen ich zugeben muss, dass wir es besser können“, erklärte Frederic Wandres selbstkritisch. „Vielleicht muss sich Bluetooth beim nächsten Mal noch ein bisschen besser draußen akklimatisieren. In den Wechseln hatten wir kleine Unsauberkeiten, aber da müssen wir nun einen Haken dran machen und nach vorne schauen!“

Nach dem dritten Starter lag damit Großbritannien knapp vor Deutschland, doch der Abstand war hauchdünn.

Showdown in Crozet: Werth gegen Fry?

Selten war eine EM so offen wie dieses Mal. Bei den letzten Startern hagelte es dann immer wieder eine neue Führung. Zunächst zeigten sich Cathrine Laudrup-Dufour und die 16 Jahre alte Fidermark-Tochter Mount St. John Freestyle für Dänemark in absoluter Top-Form und brachte 80,823 Prozent nach Hause. Dann sorgte der Shooting Star der Saison, Justin Verboomen aus Belgien, mit Zonik Plus mit 79,084 Prozent für erneuten Jubel. Gleich als nächste folgte Isabell Werth mit Wendy de Fontaine von Sezuan. 79,224 Prozent bedeuteten Platz zwei – und eine herausragende Ausgangsposition für Deutschland!

Sie gewann die Einzelwertung des Grand Prix: Cathrine Laudrup-Dufour auf Mount St. John Freestyle - und holte damit Team-Bronze.

Sie gewann die Einzelwertung des Grand Prix: Cathrine Laudrup-Dufour auf Mount St. John Freestyle – und holte damit Team-Bronze. (© S. Lafrentz)

„Ich bin überglücklich! Wendy hat es total souverän nach Hause gebracht! Es war Risiko, ohne zu Überdrehen“, lobte Isabell Werth ihre Stute. „Während des Grand Prix gab es in unserem Team schon ein bisschen Achterbahn-Gefühle!“

Doch nicht nur das deutsche Team, denn auch Großbritannien erlebte eine Achterbahn. Nach dem Ausfall von Andrew Gould folgte eine Top-Leistung von Becky Moody und Jagerbomb, eine noch bessere von Carl Hester und Fame. Eigentlich hätten es die Weltranglisten-Ersten Charlotte Fry und Glamourdale nach Hause bringen können. Aber eben nur eigentlich, denn bei den beiden gab es einige Hakler und so wurde es eben nur Platz sechs in der Einzelwertung. Nicht genug, um Deutschland von Gold zu verdrängen.

Gold!!!

Und so hieß es zum 26. Mal in der Geschichte: EM-Gold für Deutschland!

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„Jetzt kann ich nur sagen: Ende gut, alles gut!“, sagte Isabell Werth. „Lottie Fry hatte es in der Hand, aber das Quäntchen Glück war auf unserer Seite. Dennoch müssen wir für die Zukunft unsere Hausaufgaben in Sachen Nachwuchs machen! Doch zunächst freuen wir uns jetzt alle auf den Grand Prix Special – und Wendy erstmal auf ganz viel Wellness für den Rest des Tages!“

Die Bestleistung des Tages zeigte schlussendlich Cathrine Laudrup-Dufour vor Isabell Werth und Justin Verboomen. Katharina Hemmer erreichte den 7. Platz, Frederic Wandres den Neunten und Ingrid Klimke wurde 28. Deutschland holte Gold, Großbritannien Silber und Dänemark dank Laudrup-Dufours starker Leistung Bronze.

Gold für Deutschland.

Gold für Deutschland. (© S. Lafrentz)

Das komplette Ergebnis gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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