Kristin Connors (@derdismero) ist mit ihrer Dressurstute Ceri in die USA ausgewandert. Ein Leben ohne sie? Nicht denkbar. Kristin ist es wichtig, zu erkennen, was das Pferd wirklich braucht, um ein glückliches Leben zu führen.
Dein Bauchgefühl täuscht dich oft nicht. Denn am Ende weiß der Bauch oft schon, was der Kopf noch nicht verstehen kann. Ein Plädoyer für aufmerksames Zuhören.
Wir alle wissen, was Pferde brauchen: viel freie Bewegung auf großen Flächen, immer ausreichend hochwertiges Futter und unbedingt auch soziale Kontakte. Und wenn die gemeinsame Zeit mit dem Menschen ansteht, brauchen Pferde vor allem eins: jemanden, der ganz genau hinsieht und fühlt. Das hat Kristin Connors mit ihrer Stute Dancera erfahren wie nie zuvor.
Dass Kristin und ihre Stute überhaupt zusammen durchs Leben gehen, war reiner Zufall. Denn eigentlich wollte Kristin das Reiten komplett an den Nagel hängen. Zu hoch waren die Kosten und die emotionale Belastung durch die Pferde über die Jahre geworden. Zusätzlich waren da auch immer die Gewissensbisse, weil artgerechte Haltung noch immer vielerorts nur schwer oder gar nicht möglich ist und im starken Kontrast zu ihrer großen Pferdeliebe stehen.
Liebe auf den ersten Ritt
Doch dann traf sie durch Zufall im Stall einer Freundin auf Ceri. Es war Liebe auf den ersten Ritt. Auch wenn ihr von Anfang an klar war, dass die Stute rein objektiv betrachtet zu groß und vor allem auch zu steif für sie war. Doch Kristin war zuversichtlich, dass sie das mit dem entsprechenden Training hinbekommen würde. Eigentlich ging sie davon aus, dass nach dem ersten Kennenlernen auch schnell die ersten Turniere kommen würden.
Sie musste aber feststellen, dass Ceri das Training nicht so leicht fällt, wie sie es sich gewünscht hätte. Egal, wie sehr der Fokus auf einem lockeren Pferd lag – sie kamen nicht an den Punkt, an dem sie die Leichtigkeit, die gut gerittene Dressur immer mit sich bringen sollte, fühlen konnte. Also wurde ihr schnell klar, dass irgendetwas nicht stimmt. Denn kein Pferd tut sich freiwillig schwer bei der Arbeit. Ceri hat alles gegeben und war immer motiviert. Egal ob bei der Dressur, der Springgymnastik, im Gelände oder bei der Arbeit vom Boden aus.
Kristin Connors: Wenn das Bauchgefühl recht behält
Sie hat alle Lektionen abgespielt, sich weiterentwickelt, muskulär massive Fortschritte gemacht, aber trotz entsprechendem Training, vieler Untersuchungen durch verschiedene Tierärzte, monatliche Physio- und Osteobehandlungen blieb die Lockerheit aus und auch die richtige Diagnose. Bis vor Kurzem. Denn Kristin hat auf ihr Bauchgefühl gehört und nicht aufgehört, nach der Ursache zu suchen.
Den Durchbruch brachte ein Klinikbesuch in den USA, wo Kristin mittlerweile mit ihrer Stute lebt. Dort wurde eine alte Rückenverletzung gefunden. Nach einer entsprechenden Behandlung fängt sie noch einmal bei Null an, mit dem Ziel, endlich Leichtigkeit zu finden. Und egal, was auf dem Weg passiert – Ceri wird immer bekommen, was sie braucht, denn genau zuzuhören, das ist das Wichtigste für sie.
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