Frankfurt: Justin Verboomen gewinnt Top-12-Finale der Dressurreiter


Bild vergrößern Die Sieger - und das Paar des Jahres: Justin Verboomen und Zonik Plus.

Die Sieger - und das Paar des Jahres: Justin Verboomen und Zonik Plus. (© S. Lafrentz)

Es war ein weiterer großer Moment in diesem so erfolgreichen Jahr des Belgiers Justin Verboomen: Sieg im Top-12-Finale mit seinem Zonik Plus.

„Ich habe Zonik Plus alles zu verdanken!“, schwärmte der frischgebackene Sieger des Top-12-Finales, Justin Verboomen, in Frankfurt am Main. „Meine Aufgabe ist es nur, der Welt zu zeigen, was für ein wundervolles Pferd er ist und ihn bestmöglich zu präsentieren!“ Mit einer erneuten persönlichen Bestleistung in der Kür gelang dies dem belgischen Doppeleuropameister auf herausragende Art und Weise.

Einmal mehr wirkte bei Verboomen und dem erst neunjährigen rheinländischen Hengst Zonik Plus (von Zonik N.O.P.) alles fast schon spielerisch leicht. 91,195 Prozent erhielten die beiden für ihren Ritt und lagen damit deutlich über der ‚magischen 90-Prozent-Linie‘.

Freude über Platz zwei bei Cathrine Laudrup-Dufour und Freestyle.

Freude über Platz zwei bei Cathrine Laudrup-Dufour und Freestyle. (© S. Lafrentz)

Vom Unbekannten zur Nummer eins

Noch vor wenigen Monaten war der Belgier Justin Verboomen vor allem in Fachkreisen bekannt, inzwischen hat er sich in der internationalen Dressurszene etabliert. Mit dem neunjährigen Zonik Plus begeisterte er nun das Publikum auch in der Frankfurter Festhalle. „Ich bin unglaublich zufrieden mit meinem Pferd und glaube zugleich, dass wir uns noch weiterentwickeln können. Es soll sich noch leichter anfühlen, als es das jetzt schon tut“, betonte Justin Verboomen nach seinem Sieg.

Platz zwei sicherte sich die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit der 16 Jahre alten Hannoveraner Stute Mount St John Freestyle. Die Fidermark-Tochter erhielt 91,085 Prozent und musste sich somit nur ganz knapp geschlagen geben. „Sie war heute unglaublich. Es war das erste Mal, dass ich beim Beenden einer Prüfung mit Freestyle Tränen in den Augen hatte. Sie war so sehr bei mir – wir haben diese Prüfung gemeinsam genossen“, erklärte Laudrup-Dufour. „Es braucht Jahre, um eine Partnerschaft mit einem Pferd aufzubauen, und heute haben wir einen Meilenstein erreicht.“

Rang drei für Werth und Wendy

Rang drei ging an Isabell Werth und Wendy de Fontaine mit 87,165 Prozent. In den Einerwechseln ließ das Paar erneut wertvolle Punkte liegen – ein Thema, das sie bereits seit mehreren Monaten begleitet. Ungeachtet dessen überzeugte die Vorstellung durch Harmonie und Fairness, was von den Zuschauern mit dem Harmonie- & Fairness-Preis gewürdigt wurde. Für Werth hatte zudem die Schlusslinie der Kür eine besondere persönliche Bedeutung: Sie hatte diese bewusst verändert und ihrem Anfang Oktober verstorbenen Ehemann Wolfgang Urban gewidmet.

Die Sieger - und das Paar des Jahres: Justin Verboomen und Zonik Plus.

Die Sieger – und das Paar des Jahres: Justin Verboomen und Zonik Plus. (© S. Lafrentz)

Isabell Werth und Wendy ritten mit einer ihrem verstorbenen Lebensgefährten gewidmeten Kür auf den dritten Platz.

Isabell Werth und Wendy ritten mit einer ihrem verstorbenen Ehemann gewidmeten Kür auf den dritten Platz. (© S. Lafrentz)

Die Platzierungen entsprachen damit exakt der Medaillenverteilung der Europameisterschaften 2025 im französischen Crozet. Platz vier ging an Frederic Wandres und Bluetooth OLD, Platz fünf an die Polin Sandra Sysojeva mit der ebenfalls erst neunjährigen Oldenburgerin Maxima Bella. Hinter dem Schweden Patrik Kittel und Touchdown belegten Semmieke Rothenberger und Farrington einen ebenfalls sehr umjubelten siebten Platz. Ingrid Klimke und First Class wurden Elfte.

Positive Bilanz

Die Bilanz des ersten Top-12-Finales überhaupt fiel sehr positiv aus. „Im Pferdesport geht es um die Partnerschaft zwischen Pferd und Mensch – und genau das ist heute sichtbar geworden. Wir haben viele besondere Momente erlebt und sind sehr dankbar, dass die Reiter den Dressursport in dieser Form präsentiert haben“, sagte Richterin Katrina Wüst im Anschluss.

„Mit dem Louisdor Preis-Finale, dem Nürnberger Burg-Pokal-Finale und nun dem Top 12 Dressage Finale haben wir drei große Dressurfinals in Frankfurt. Wir sind hoch motiviert, diesen Weg weiterzugehen – der Funke der Begeisterung ist spürbar übergesprungen“, betonte auch Turnierleiter Matthias Alexander Rath. „Wir wussten, dass Frankfurt der richtige Veranstaltungsort und die richtige Atmosphäre für dieses Finale bieten kann – und Frankfurt hat sich absolut bewährt. Jetzt gilt es, das Top 12 Dressage Finale hier nachhaltig zu etablieren“, fügte Isabell Werth hinzu.

Das komplette Ergebnis gibt es hier.

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