Mechelen: Gilles Thomas und Qalista gewinnen Weltcup


Bild vergrößern Gilles Thomas und Qalista, die Sieger von Mechelen.

Gilles Thomas und Qalista, die Sieger von Mechelen. (© Jumping Mechelen)

Der Belgier Gilles Thomas beendet sein Jahr 2025 mit einem weiteren großen Erfolg. Patrick Stühlmeyer freut sich übers Podest.

 Es war ein Jahresabschluss nach Maß für den Belgier Gilles Thomas, der in diesem Jahr sowohl in der Global Champions Tour als auch League ganz vorne stand und der von den Europameisterschaften mit Gold und Bronze zurückkehrte. In Mechelen gewann er seinen Heim-Weltcup.

Im Stechen hatte es Gilles Thomas mit nur vier Konkurrenten zu tun. Er selbst war auf Qalista unterwegs, die neben Ermitage Kalone sein Top-Pferd ist. Die erst neunjährige belgische Stute präsentierte sich von ihrer allerbesten und schnellsten Seite. Und doch verlief der Stechparcours kurios. Die beiden hatten nämlich einen Abwurf. Und doch gelang die fehlerfreie Runde auch keinem der anderen vier Paare.

Marcus Westergren und Airco de L Esprit Z, ein Sohn des Air Jordan Z, kam am nächsten an Thomas und Qalista heran und wurde Zweiter. Ebenfalls vier Punkte hieß es auch für alle anderen drei Paarungen im Stechen. Nur die Zeit entschied über die Platzierung. Und diese bedeutete Platz drei für das beste deutsche Paar Patrick Stühlmeyer und den 14 Jahre alten Balou du Rouet-Sohn Baloutaire PS. Diesen hatte er vor wenigen Monaten von Philip Rüping übernommen. Nun sind die beiden bereits ein richtig gutes Paar, wenn sie auch noch nicht das allerletzte Risiko nahmen.

„Ich bin sehr stolz“, sagte Stühlmeyer „Es war mein erstes 5*-Turnier mit ihm. Der Parcours war anspruchsvoll, aber fair. Die Zeitvorgabe war knapp, aber machbar. Für mich war es einfach ein sehr guter Tag.“

Platz vier ging derweil an das eingespielte Team Daniel Deußer und Otello de Guldenboom, Sohn seines ehemaligen Erfolgspferdes Tobago Z. Fünfste wurden der Niederländer Willem Greve und Grandorado TN N.O.P.

Greve steht damit auch im Gesamtweltcup ganz vorn vor Max Kühner und Daniel Deußer.

„Angst“ vor Deußer

„Ehrlich gesagt war ich zunächst sehr enttäuscht“, gab Gilles Thomas nach seinem Sieg zu. „Mein Pferd ist unglaublich schnell, und vielleicht bin ich in der Doppelkombination einfach ein bisschen zu viel Risiko eingegangen und hatte den Abwurf. Ich musste noch warten, wie Daniel reitet. Und er ist in der Regel so gut und schnell mit seinen Pferden! Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst und konnte gar nicht hinschauen. Aber am Ende hat es geklappt! Und plötzlich standen etwa zwanzig Leute um mich herum und gratulierten mir. Es war ein echtes Wechselbad der Gefühle.“

Im Großen Preis in Mechelen siegte am Vortag die Schwedin Petronella Andersson auf der elfjährigen Stute Odina van Klapscheut vor dem Briten Robert Murphy mit der 13 Jahre alten Stute Hulde und einmal mehr Daniel Deußer, dieses Mal mit Pepita van T Meulenhof BR.

Alle Ergebnisse aus Mechelen gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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