Siege für Helen Langehanenberg, Leonie Richter und Katharina Hemmer in Münster


Bild vergrößern Helen Langehanenberg und Daniela siegten in der Kür in Münster.

Helen Langehanenberg und Daniela siegten in der Kür in Münster. (© Melina Terhorst, Denise Gehltomholt und AGRAVIS Raiffeisen AG)

Während Leonie Richter und Lord Europe die Stars von Morgen gewannen, siegte Helen Langehanenberg mit Daniela in der Kür und Katharina Hemmer mit Special Gold im Special.

Die Dressur beim Agravis Cup in Münster zeigte die gesamte Bandbreite des Sports von Nachwuchsprüfungen bis hin zur Drei-Sterne-S-Dressur.

Am bedeutendsten war vermutlich der Sieg von Leonie Richter und Lord Europe beim Abschluss der Turnierserie „Stars von Morgen“, für das sich die Teilnehmer – ähnlich wie beim Louisdor Preis und beim Nürnberger Burg-Pokal – über mehrere Etappen qualifizieren. Chrstoph Hess sprach in Münster über die Bedeutung der Serie und betonte deren Wert und Wichtigkeit. „Dieses Konzept hat einen
sehr hohen Stellenwert. Die Reiter wollen hier reiten. Für die Ausbildung in Deutschland ist das eine ganz wichtige Serie und auch der Zuschauerzuspruch ist positiv.“

Die Siegerin selbst war überglücklich über die Entwicklung des zehn Jahre alten Lord Leatherdale-Sohns Lord Europe aus der rheinländischen Zucht.

„Ich bin so stolz auf mein Pferd. Die Atmosphäre hier ist nicht einfach, aber heute kam ich super zum Reiten!“ Mit 76,698 Prozent gewannen die beiden die Serie für acht- bis zwölfjährige Pferde sowie U25-Reiterinnen und Reiter in einem Kurz Grand Prix. Den Hengst reitet Leonie Richter seit er sechsjährig ist: „In der ersten Qualifikation in Münster war alles noch ein bisschen holprig, aber beim Halbfinale in Oldenburg lief er schon richtig schön und hier war es einfach toll. Er ist jetzt im besten Alter, um in den internationalen Grand Prix Sport einzusteigen. Er hat bewiesen, dass er das Zeug dazu hat!“

Auf Platz zwei mit 73,488 Prozent ritten Helen Langehanenberg und ihr elf Jahre alter DSP Danny Cool. „Mittlerweile macht er seinem Namen alle Ehre“, erklärte Langehanenberg. „Als Jungpferd war das anders. Aber jetzt freue ich mich jeden Tag über seine Coolness.“

Anna-Louisa Fuchs und der zehn Jahre alte Duvetico sicherten sich mit 71,907 Prozent Rang drei. „Ich bin fast ein bisschen sprachlos“, so die Reiterin. „Normalerweise hört und sieht er alles. Heute war das ganz anders!“

Beste U25-Reiterin der Serie ist Ann-Cathrin Rieg, die für eine kleine Sensation sorgte: Ihr Sportpartner Steendieks Derrick ist ein Deutsches Reitpony, das sie selbst ausgebildet hat. Sie ist damit die erste Reiterin, die ein Pony im Kurz Grand Prix in Münster vorstellte.

„Ich bin riesig stolz auf ihn!“, verriet sie.

Langehanenberg und Daniela gewinnen Kür

Noch etwas höher im Niveau war selbstverständlich die abschließende Kür beim Turnier in Münster. Zu instrumentalen Klängen zeigte die 43-Jährige eine Kür, die ursprünglich für ihr ehemaliges Erfolgspferd Damsey FRH, den Vater von Daniela, erstellt wurde.

Die Richter belohnten die Vorstellung mit 76,55 Prozent. „Das war heute unsere zweite Kür. Sie ist noch nicht so routiniert in solchen Hallen, aber ich bin superstolz auf sie und ihre Entwicklung“, freute sich Helen Langehanenberg. „Das ist jetzt ihre erste richtige Grand Prix Saison – da braucht es noch Kraft und Routine. Aber die Möglichkeiten hat sie.“

Platz zwei ging an Andrea Timpe, die mit dem erfahrenen Don Carismo FRH ihre Kür 75,550 Prozent nach Hause brachte. Rang drei belegte Elisabeth von Wulffen mit ihrem Fuchswallach Vis a Vis von Van Vivaldi. Die Europameisterin der deutschen U25-Dressur-Equipe erzielte 75,175 Prozent.

Grand Prix Special an Katha Hemmer

Im Sattel des zehnjährigen Special Gold PCH von San Amour aus der Oldenburger Zucht setzte sich Katharina Hemmer als zweite Starterin im Grand Prix Special mit 74,333 Prozent an die Spitze.

„Ich habe nicht wirklich damit gerechnet“, gab sie zu. Immerhin war es der erste Special für Special Gold PCH. „Er ist noch sehr jung, aber wenn er bei mir ist und mir zuhört, ist mit ihm alles möglich. Ich habe mich richtig gefreut, dass er das heute gezeigt hat.“

Mit 73,725 Prozent sicherten sich Tobias Nabben und Forster den zweiten Platz im LVM-Dressurchampionat. „Ich bin super happy, dass Forster sich heute so gut präsentiert hat“, freute er sich über den Auftritt seines elfjährigen Wallachs von Finest. „Er ist super ehrgeizig, wir hatten viele Highlights, zum Beispiel in der Piaff-Passage-Tour. Ich bin super happy, dass er das so zeigen konnte!“

Auf dem dritten Platz landeten Evelyn Eger und Dancing Darkness mit 71,804 Prozent.

Alle Ergebnisse aus Münster gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

Tags:
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

HOOFORIA - Logo - gold-1