An Fernreisezielen mangelt es im Springreiter-Lager derzeit wahrlich nicht. Zu Doha, Abu Dhabi und Wellington gesellt sich nun Hongkong.
Da war Richard Vogel noch vor einer Woche in Wellington unterwegs – und jettete mal eben rasch weiter nach Hongkong, also quasi einmal entgegengesetzt auf dem Erdball. Seine Pferde für Hongkong waren natürlich nicht dieselben, die momentan in Wellington ihre wohlverdiente Pausenwoche genießen. Heute ging es los in Hongkong und ein bisschen scheint Richard Vogel dann doch noch mit dem Jetlag zu kämpfen, denn dieses Mal gab es nichts zu holen für den Europameister, der mit dem elfjährigen Hengst Phenyo van het Keysersbos zwei Abwürfe hinnehmen musste. Genauso erging es Mikka Roth mit dem ebenfalls elf Jahre alten Ferrero du Rouet. Doch Mikka genießt die Zeit in Hongkong einfach nur.
„Das ist schon riesig. Unglaublich“, erklärte er und bestaunt sichtlich das Stadion, in dem die Hong Kong International Horse Show im Rahmen der Asia Expo abgehalten wird. „Ich bin ziemlich überwältigt. Es ist großartig, bei einem solchen Turnier reiten zu dürfen.“ Zu verdanken hat das der 20 Jahre alte Youngster aus Rheinland-Pfalz auch seinem derzeitigen Abeitgeber, dem international bestens vernetzten Dietmar Gugler. Von dessen Anlage am Chiemsee ging es also direkt in die asiatische Metropole. Eine Reise voller Eindrücke, so viel steht jetzt schon fest.
Viehweg auf Platz sechs
Besser lief es im Umlauf für die beiden anderen Deutschen im Eröffnungsspringen über 1,50 Meter in Hongkong. Acht Paare zogen in das Stechen ein, Michael Viehweg und Hans-Dieter Dreher waren beide mit dabei. Und auch im Stechen selbst lief es bestens für Michael Viehweg, der dem elfjährigen österreichischen Comme il faut-Sohn Cyrill gesattelt hatte. Die beiden blieben noch einmal fehlerfrei. Schlussendlich wurde es Platz sechs.
Einer jedoch stach mit seinem Super-Schimmel alle aus: Hansi Dreher zeigte mit Cous Cous, 14 Jahre alter Holsteiner von Cachas, eine echte Traumrunde in 37,78 Sekunden. Da konnte auch Altmeister John Whitaker mit dem 18 Jahre alten Routinier Equine America Unick du Francport nicht mithalten, auch wenn sie nah dran waren und als letzte Starter alles versuchten. Am Ende standen 35,94 Sekunden zu Buche. Platz drei ging an an einen weiteren Altmeister: Roger Yves Bost mit der 15 Jahre alten Stute Ballerine du Vilpion in 37,20 Sekunden.
„Das war ein super Auftakt. Ich bin stolz auf Cous Cous!“, gab Hansi Dreher zu Protokoll. „John hat wirklich alles gegeben als letzter Starter, aber ich bin natürlich glücklich, dass es nicht ganz für ihn gereicht hat.“
Das komplette Ergebnis aus Hongkong gibt es hier.
