Kiras #doitride-Moment ist kein einzelner Augenblick – sondern eine Haltung
Für mich gibt es nicht diesen einen #doitride-Moment. Unser #doitride-Moment ist der Alltag, die Haltung. Jeden einzelnen Tag versuchen wir, das Leben unserer Pferde ein kleines bisschen besser zu machen. Wir sind dabei sicher nicht perfekt. Wir lernen ständig dazu, hinterfragen Entscheidungen und machen Dinge heute anders als noch vor ein paar Jahren. Gerade unsere Ansprüche an Haltung und Fütterung sind über die Zeit immer weiter gewachsen. Nicht, weil wir alles besser wissen, sondern weil wir uns stets weiterbilden und immer wieder genau hinschauen.
Früher stand mein erstes Pony ganz klassisch im Pensionsstall. Ich kam meist zum Reiten, habe sie abends reingeholt und war überzeugt, dass das so richtig ist. Schon damals habe ich gern Zeit mit ihr verbracht, ohne zu reiten. Viele fanden das besonders und haben mir gesagt, wie schön sie das finden. Ehrlich gesagt kam mir das immer seltsam vor, für mich war es nichts Besonderes, sondern normal. Heute fühlt sich diese Zeit trotzdem unglaublich weit weg an.
#doitride beginnt mit Haltung
Inzwischen haben wir verschiedene Stallkonzepte erlebt und tragen heute in einem eigenen Stallbereich die volle Verantwortung. Unsere Pferde haben jederzeit Heu und Unterstand. Das kostet Zeit, Geld und Energie, aber genau das ist unser Anspruch. Und trotzdem sind wir nicht fertig. Es gibt immer etwas, das man verbessern kann, und genau das gehört für uns dazu. Wir reiten gern. Wir trainieren, wir fahren auf Turniere. Aber für uns steht fest: Ein Pferd verbringt sein ganzes Leben so, wie wir es ihm ermöglichen.
Der Stall muss Luxus für das Pferd sein, nicht für den Reiter. Diese Haltung begleitet uns überall. Auch im Urlaub. Im Herbst waren wir mit zwei Pferden unterwegs, darunter mein damals dreijähriger, selbst gezogener Dabolé. Auf Langeoog bin ich mit ihm viel spazieren gegangen. Er hat Kutschen gesehen, Bagger, Fahrräder, das Meer. Wir waren schwimmen, er konnte sich am Strand wälzen, ganz bewusst ohne Reiten.
Warum Vertrauen leise wächst
Natürlich werde ich ihn irgendwann gern am Strand reiten. Aber zu diesem Zeitpunkt war es dafür zu früh. Stattdessen hatten wir eine intensive Zeit miteinander, und er hat unglaublich viel fürs Leben gelernt. Heute ist er fast vier Jahre alt. Und in neuen Situationen denke ich oft: „Mit dem war ich schon am Strand spazieren, das wird ihn hier auch nicht schocken.“
Diese Erfahrungen geben mir Ruhe, Vertrauen und Gelassenheit. Und sie erinnern mich daran, worum es für mich wirklich geht. Das ist mein #doitride-Moment. Kein einzelner Augenblick, sondern eine Haltung.
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