Mittlerweile gibt es ganze Abhandlungen in gängigen Modemagazinen und diverse Pinterest-Sammlungen inklusive Styling-Tipps für Stall-Gummistiefel. Selbst Luxus-Modemarken wie Chanel bringen ihn regelmäßig in ihre Kollektionen mit ein.
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Von Leder zu Kautschuk: Die Evolution des Gummistiefels
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es bereits klassische Stiefel für Soldaten. Ein berühmter Kriegsheld namens Wellington nahm sich diesen als Vorbild und ließ ihn von seinem Schuhmacher stilistisch überarbeiten. Der „Wellington“ Stiefel, der eine Art Gummistiefel war, gefiel dem modebewussten, als Dandy verrufenen Briten so gut, dass er ihn nicht nur zu Pferde trug, sondern auch zu Partys der Londoner High Society. Damit setzte er ein Fashion-Statement, junge Offiziere kopierten den Look, und der Trend der „Wellys“ war geboren.
Laut geo.de war der „Wellington“ Boot damals noch aus Kalbsleder gefertigt, denn Kautschuk erwies sich noch nicht als langfristig wasserdicht – bis im Jahr 1839 der Amerikaner Charles Goodyear durch einen Zufall auf einer heißen Herdplatte den Prozess der Vulkanisierung entdeckte. Wird Kautschuk mit Schwefel und Ruß erhitzt, entsteht ein robustes, stabiles und vor allem wasserfestes Gummi.
Vom Traditionsstiefel zum Massenprodukt
Von seinem Erfolg konnte Goodyear jedoch nicht profitieren: Er starb mit 59 Jahren an den giftigen Ausdünstungen seiner Versuche. Das geistige Erbe Goodyears nutzten später zwei andere Amerikaner, die seine Patente erwarben und weiterentwickelten. Beide gründeten Schuhfabriken – der eine in Frankreich, der andere in Großbritannien.
Sie stellten ab Mitte des 19. Jahrhunderts Gummistiefel her: Aigle und Hunter. Bis heute gehören sie zu den renommiertesten Firmen, die weiterhin Naturkautschuk als Material wählen und ihre Stiefel in Handarbeit herstellen – teils in bis zu 40 einzelnen Arbeitsschritten, wie geo.de berichtet.
Mittlerweile sind Gummistiefel jedoch selbst beim Discounter erhältlich. Diese Modelle nutzen oftmals den Kunststoff PVC und werden in einem Stück gegossen. Auch Neopren wird verwendet, ebenso wie Polyurethan, das vor allem durch seine Beständigkeit gegenüber Ammoniak auffällt – ein Stoff, der bei der Zersetzung von Urin entsteht.

Ob Matsch, Stallgasse oder Paddock: Gummistiefel werden im Stall täglich auf die Probe gestellt. (© Hooforia / telletic)
Gummistiefel für den Stall richtig auswählen
Durch die Vielfalt an Modellen, kann man sich sein Paar passend zum Nutzungszweck aussuchen: rutschfeste Sohlen für Spaziergänge auf unebenem oder matschigem Untergrund, Bequemlichkeit für lange Tage oder Beweglichkeit für die Stallarbeit. Zwei Dinge sind jedoch Grundvoraussetzungen, wenn man lange Freude an den Stiefeln haben möchte: absolute Wasserdichtigkeit und eine gute Atmungsaktivität.
- Es gibt bei Gummistiefeln verschiedene Material-Varianten, wobei Naturkautschuk und Handarbeit am einen Ende der Skala stehen (auch preislich), und gegossene Stiefel aus PVC am anderen Ende (erkennbar an der „Mittelnaht“).
- Bei der Passform unterscheidet man einen eng anliegenden Stiefelschaft und steifen Stiefelschaft, der mehr Halt bietet.
- Teils giftiges PVC und Weichmacher: Wenn der Stiefel neu nach Schadstoffen riecht, wähle ein anderes Modell!
- Recycling: Naturkautschuk kann NICHT recycelt werden, deshalb kein gelber Sack, sondern Restmüll; Polyurethan (PU) und PVC-Stiefel kommen auf den Sondermüll.
- Spannend: Auch das finnische Unternehmen NOKIA begann 1898 mit der Produktion von Gummistiefeln, diese gibt es bis heute!
Gummistiefel für den Stall: Wie haben wir getestet?
Wir haben für Sie diverse Gummistiefel getestet – unter Laborbedingungen und in der Praxis am Stall – und können Ihnen nun Lust auf genau den Stiefel machen, der zu Ihnen passt und lange hält.
Im ersten Schritt ging es um den unmittelbaren Ersteindruck:
- Wie sauber ist ein Stiefel verarbeitet?
- Wie wirken Übergänge, Nähte oder Verschweißungen?
- Gibt es Druckstellen schon beim ersten Anprobieren?
- Kommt das Modell mit Dellen an?
- Riecht es auffällig stark nach Kunststoff?
Komfort, Halt, Beweglichkeit
Parallel haben wir Passform und Ergonomie bewertet. Dazu gehörten Fersenhalt, Abrollverhalten, Gewicht sowie die Frage, ob der Stiefel eher entlastet oder bei längerem Tragen strapaziert. Ein zentraler Punkt war außerdem der Ein- und Ausstieg:
- Kommt man schnell hinein und wieder heraus?
- Wie stabil ist der Schaft?
- Wie funktionieren Schlaufen, Schnallen oder Reißverschlüsse in der Praxis?
- Wie viel Platz bietet der Schaft für Kleidung, passen z.B. Hosenbeine gut hinein und bleiben sie dort?
Der Härtetest im Wasser
Für den Feuchtigkeitstest wurden die Stiefel in einem Wasserbecken beschwert. Die Wasserhöhe lag bei etwa zehn Zentimetern, die Standzeit betrug zehn Stunden. Gemessen wurde die Innenfeuche in Intervallen. Ergänzend wurden Temperatur und Innenklima dokumentiert.
Bewertet wurden dabei Dichtigkeit, das Verhalten von Nähten und Schaft sowie mögliche Veränderungen am Material. Nach dem Wasserbad folgte eine Sichtprüfung, bei der wir auf Farbveränderungen, Blasenbildung oder auffällige Stellen an Übergängen geachtet haben.
Gummistiefel-Test im Stall-Alltag
Der zweite große Baustein war der Praxistest. Für den Stalltest lag der Fokus auf typischen Reitersituationen: Stallgasse, Sand, Matsch, Paddock und festgetretene Wege. Wir haben geprüft, wie rutschfest die Sohlen sind und wie gut sich der Stiefel kontrollieren lässt, wenn man ein Pferd führt, das die Richtung wechselt oder sich plötzlich erschrickt.
Ebenso wichtig war das Bodenfeedback. Wie stabil steht man, wie sicher ist der Seitenhalt und wie beweglich bleibt der Fuß? Dazu kommt das Thema Wärmeleistung:
- Wie warm hält der Stiefel über mehrere Stunden draußen?
- Wie fühlt sich das Innenklima danach an?
- Schwitzt man in dem Stiefel?
Ergebnisse des Hooforia-Tests „Gummistiefel im Stall“
Hunter – Der robuste Klassiker
Der Hunter Balmoral überzeugte im Test durch seine hohe Standfestigkeit und ein sehr stabiles Innenklima. Der aus FSC-zertifiziertem Naturkautschuk gefertigte Stiefel blieb über den gesamten Test hinweg dicht und trocknete nach dem Wasserbad zügig ab.
Auffällig ist der sehr stabile, vergleichsweise klobige Fußbereich, der viel Schutz bietet, jedoch zulasten der Beweglichkeit geht. Beim Führen eines Pferdes vermittelt der Stiefel Sicherheit, wirkt dabei aber weniger agil als leichtere Modelle. Auf matschigem Paddockboden und rutschigem Untergrund spielt das tiefe Profil der Vibram Sohle seine Stärken aus. Insgesamt verbindet der Balmoral Stil mit robuster Funktionalität.
Modell: Balmoral, ca. 220 €
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen besonders standfesten, robusten Gummistiefel für nasse und matschige Böden suchen und dabei Wert auf hochwertige Verarbeitung legen.
Aigle – Der flexible Komfortstiefel
Die Aigle-Modelle bestätigten im Test die garantierte vollständige Wasserdichtigkeit und zeigten ein konstant trockenes, stabiles Innenklima. Der handverarbeitete Naturkautschuk ist deutlich weicher als bei vielen anderen Modellen und sorgt für hohen Tragekomfort. Die Beweglichkeit ist hervorragend und erwies sich im Reiteralltag als Vorteil, selbst Bodenarbeit mit dem Pferd war problemlos möglich.
Im Vergleich zu sehr schweren, stark profilierten Stiefeln ist die Standfestigkeit etwas geringer, dafür punktet Aigle mit Komfort, Flexibilität und einem sehr angenehmen Sitz im Knöchelbereich. Optisch überzeugen klassische Linien und hochwertige Details.
Modell: Damen: Parcours 2 Woman (Preis: 145 €) / Herren: Parcours 2 Signature (Preis: 319 €), zu beziehen über grube.de
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen eleganten, sehr beweglichen und komfortablen Gummistiefel für Stall, Bodenarbeit und längere Tragezeiten suchen.
Hart – Der warme Stabilitätsprofi
Der Hart Skywalker fiel im Test durch sein erhöhtes Fußbett im Bereich der Fußwölbung auf, das sich bei längerem Tragen als sehr angenehm erwies. Im technischen Test zeigte der Stiefel sehr konstante Temperatur und Feuchtewerte. Die Standfestigkeit auf rutschigen und vereisten Böden ist hoch, was ihn besonders sicher macht.
Diese Stabilität geht jedoch zulasten der Beweglichkeit im unteren Fußbereich. Für dynamische Tätigkeiten wirkt der Stiefel eher steif. Die Passform fällt vergleichsweise schmal aus, bei breiteren Füßen oder kräftigen Waden empfiehlt sich eine Nummer größer.
Modell: Skywalker, Preis: ca. 155 €
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen warmen, sehr standfesten Stiefel für Stallarbeit, Wintereinsatz und lange Aufenthalte im Freien suchen.
Gateway – Der praktische Allrounder
Der Gateway Woodwalker zeigte im technischen Test ein stabiles Innenklima ohne Hinweise auf eindringende Nässe und passte sich nach dem Wasserbad schnell den Umgebungsbedingungen an. Das 4 mm starke Neoprenfutter sorgt für Wärme. Im Praxistest fiel die eng anliegende, gut geführte Passform positiv auf.
Trotz des robusten Aufbaus wirkt der Stiefel beim Gehen komfortabel und gedämpft. Die Beweglichkeit ist ordentlich, wenn auch nicht so hoch wie bei sehr weichen Modellen. Das grobe Sohlenprofil sorgt für sicheren Stand auf matschigem Untergrund, wirkt im Stall jedoch etwas massiv.
Modell: Woodwalker, Preis: 159,95 €, zu beziehen über frankonia.de
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen warmen, gut sitzenden und komfortablen Gummistiefel für Paddock, Stallalltag und nasse Untergründe suchen.
Parforce – Viel Leistung zum fairen Preis
Der Parforce Essential zeigte im Test ein stabiles Innenklima ohne Hinweise auf eindringende Nässe. Während des Tests trat eine leichte weißliche Oberfläche am Naturkautschuk auf, ein bekanntes und rein optisches Phänomen, das die Dichtigkeit nicht beeinträchtigt.
Im Praxistest überzeugte der Stiefel durch ein klassisches, angenehmes Gummistiefel-Tragegefühl. Das 4 mm starke Neoprenfutter sorgt für solide Wärme. Der seitliche Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen deutlich. Die Beweglichkeit ist gut, ohne sportlich zu wirken. Auf Schnee zeigte sich die Sohle etwas rutschiger als bei sehr grob profilierten Modellen.
Modell: Parforce Essential, 109,95 €
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen komfortablen, warmen Gummistiefel mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für Stall, Weidegänge und Alltag suchen.
Arxus – Der Überraschungs-Style-Sieger
Der Arxus überraschte sowohl optisch als auch im Tragegefühl: Dieses Modell wirkt nicht wie ein Gummi, sondern optisch eher wie ein Country-Stiefel. Dabei ist er hochwertig verarbeitet und modern. Besonders der rückseitige Reißverschluss fällt durch seine Wertigkeit auf und erleichtert den Einstieg.
Im Praxistest zeigte sich der Stiefel angenehm, gut gedämpft und komfortabel auch über längere Zeit. Die Passform ist ausgewogen, weder zu schmal noch zu voluminös. Die Beweglichkeit ist solide, ohne besonders sportlich zu wirken. Insgesamt hinterlässt der Arxus einen runden Gesamteindruck aus Design, Komfort und Alltagstauglichkeit.
Modell: Herren: Primo Nord Zip (Preis: 299 €) / Damen: Primo Country Zip (Preis: 299 €), zu beziehen über jagdwelt24.de
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen komfortablen, gut gedämpften Gummistiefel mit hochwertigem Reißverschluss und moderner Optik suchen.
Le Chameau – Premium für höchste Ansprüche
Le Chameau bestätigte im Test eindrucksvoll seinen Kultstatus. Beide Modelle überzeugten durch ein außergewöhnlich angenehmes, anschmiegsames Tragegefühl und eine sehr präzise Passform. Die handgefertigten Naturkautschukstiefel bieten eine herausragende Beweglichkeit, was im Reiteralltag ein großer Vorteil ist. Auch über längere Zeit bleibt das Fußklima angenehm trocken, was besonders beim Lederfutter des Damenstiefels auffiel.
Erst bei sehr starken Minusgraden stößt die Wärmeleistung an ihre Grenzen. Auf Schnee ist die Sohle etwas rutschiger als bei stark profilierten Modellen. Insgesamt setzen St. Hubert und Vierzon jedoch Maßstäbe in Sachen Komfort und Beweglichkeit.
Modelle: Herren: Vierzon (Preis: ca. 200 €), Damen: St. Hubert mit Lederfutter (Preis: ca. 285 €)
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die maximalen Komfort, hohe Beweglichkeit und einen handgefertigten Premium-Stiefel für den täglichen Einsatz suchen.
Tretorn – Der Preise-Leistungs-Sieger
Die beiden Tretorn-Modelle präsentierten sich als solide, alltagstaugliche Gummistiefel. Beide Modelle zeigten im technischen Test ein stabiles Innenklima ohne Hinweise auf eindringende Nässe und passten sich nach dem Wasserbad schnell wieder den Umgebungsbedingungen an. Außerdem hielten sie zuverlässig trocken und zeigten auch bei längerem Tragen ein angenehmes Innenklima.
Der Aim Trace wirkte dynamischer, was sich bei Stallarbeit und längeren Wegen positiv bemerkbar machte. Der Hajk S fühlte sich stabiler und massiver an und vermittelte Sicherheit auf nassem Untergrund. In Sachen Beweglichkeit liegt also der Aim Trace leicht vorn, während der Hajk S mehr Standfestigkeit bietet.
Ein weiteres Highlight: Die Stiefel sind aus Naturkautschuk und werden in Handarbeit gefertigt, was sich nicht im Preis niederschlägt.
Modelle: Aim Trace (Preis: 160 €), Hajk S (Preis: 110 €)
Dafür eignen sie sich: Für Reiter, die einen unkomplizierten, wasserdichten Allround-Gummistiefel für Stall, Paddock und Alltag suchen.
Almwalker – Funktional und preisbewusst
Die beiden Almwalker-Modelle sind klar funktional ausgerichtet. Im technischen Test zeigten beide ein stabiles Innenklima, besonders der Don High Performance mit sehr konstanten Feuchtewerten.
Das Modell Jannik überzeugte durch sein weiches Material (Naturkautschuk) und den seitlichen Reißverschluss, der Einstieg und Sitz verbessert. Die Beweglichkeit ist gut. Der Don High Performance setzt stärker auf Isolation und Schutz, wirkt dafür massiver und weniger beweglich. Optik und Verarbeitung sind zweckmäßig, beide punkten aber über den attraktiven Preis.
Modelle: Jannik (Preis: 79,99 €), Don High Performance (Preis: 69,99 €), zu beziehen über Askari: www.jagd.de
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen preislich fairen, warmen und wasserdichten Gummistiefel für Stall und Alltag suchen.
Viking Icefighter – Der Kälte-Sieger
Der Viking Icefighter wirkte optisch zunächst sehr massiv und eher nicht so modern, entwickelte sich im Test jedoch zum klaren Kältespezialisten. Der Stiefel hielt die Füße selbst bei starkem Frost zuverlässig warm. Auf tiefem Matsch und vereisten Flächen (selbst bergauf!) überzeugte er mit außergewöhnlicher Standfestigkeit.
Die Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt, fällt bei extremen Witterungsbedingungen jedoch kaum ins Gewicht. Insgesamt ist der Icefighter ein kompromissloser Spezialist für Wintereinsätze.
Modell: Icefighter 2 (Preis: ca. 110 €)
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die bei Schnee, Eis und sehr niedrigen Temperaturen maximale Wärme und Trittsicherheit benötigen.
Kamik – Der leichte Winterstiefel
Die Kamik-Modelle zeigten sich im Test als konsequent auf Kälte und Nässe ausgelegte Winterstiefel. Das wasserdichte synthetische Material und das isolierende Innenfutter hielten die Füße zuverlässig warm und trocken und machen den Stiefel zudem sehr leicht. Besonders bei Schnee, Eis und tiefem Matsch überzeugten sie durch sicheren Stand.
Die Beweglichkeit war eingeschränkt, dafür boten die Stiefel hohen Komfort bei Frost. Praktisch sind die halbhohen Varianten für weniger extreme Einsätze oder bei starken Waden, ebenso die nach oben hin abschließenden, verstellbaren Nylon-Stulpen, sodass auch von oben keine Feuchtigkeit eindringen kann und der Stiefel fest am Bein sitzt.
Modelle: Icebreaker (Preis: 74,99 €), Tundra (Preis: ca. 79 €)
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen sehr warmen, robusten Winterstiefel für kalte, nasse Bedingungen suchen.
Muck Boots – Der komfortable Arbeitsstiefel
Der Muckmaster bestätigte im Test seinen Ruf als robuster Arbeitsstiefel. Das Neoprenfutter sorgte für ein angenehm trockenes Innenklima. Positiv fiel der bewegliche Schaft auf, der sich gut an das Bein anschmiegte, was anfangs etwas ungewohnt für einen Gummistiefel, später aber fast nicht mehr wegzudenken war. Gleichzeitig wirkte der Fußbereich sehr stabil, was bei feinen Bewegungen oder beim Autofahren spürbar wurde.
Auf matschigem Untergrund bot der Stiefel sehr guten Halt und hohe Standfestigkeit. Besonders haben uns die durchdachten Details gefallen, wie zum Beispiel die reflektierenden Anziehlaschen. Ein funktioneller Arbeitsstiefel, der wegen seiner Bequemlichkeit für längeres Tragen gemacht ist.
Modell: Muckmaster Gold (Preis: 186 €)
Dafür eignet er sich: Für Reiter, die einen bequemen, wasserdichten Gummistiefel mit sehr gutem Grip für Stall, Paddock und matschige Wege suchen.
Kauf- & Pflegetipps: Darauf sollte man achten!
Wie müssen Gummistiefel im Stall sitzen?
Der Stiefel sollte:
- Bequem an- und auszuziehen sein, dabei helfen Hinterkeile
- Beim Schaft kann man eng anliegende oder steife Stiefelschäfte wählen: letztere geben mehr Halt
- Auch wenn die Hose nicht in den Stiefel gesteckt werden soll, sollte zwischen Wade und Stiefel einige Zentimeter Platz sein
- Auch im Zehenbereich sollten Ihre Füße noch etwa eine Daumenbreite Platz haben.
In welcher Größe sollte man Gummistiefel nehmen?
Grundsätzlich kann man Gummistiefel in der üblichen Schuhgröße bestellen. Dies bestätigte auch unser Test: Alle der getesteten Modelle waren so geschnitten, dass sie in bekannter Schuhgröße gut passten. Falls dicke Socken getragen werden sollen, sollte der Stiefel eine Nummer größer gekauft werden!
Wie sollte man Gummistiefel pflegen?
Wer lange Freude an seinen Stall-Stiefeln haben möchte, sollte diese Dinge bei der Pflege beachten:
- Gröberer Schmutz sollte sofort nach dem Tragen entfernt werden, idealerweise mit einem harten Wasserstrahl.
- Stärkere Verschmutzungen können mit Schwamm und Seife entfernt werden.
- Danach sollten die Stiefel trocknen, allerdings nicht an der Heizung, da die Gefahr besteht, dass sie dadurch schneller spröde werden, sondern an der frischen Luft.
- Falls das Innenleben nass geworden sein sollte, gibt es im Handel Stiefeltrockner, die in den Gummistiefel hereingelegt werden.
- Extra Tipp: Silikonöl hilft, wenn die Stiefel mal glänzen sollen!
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