Julia Krajewski und Ero de Cantraie gewannen 2023 die DM in Luhmühlen - und nun in Montelibretti.
Es ist ein echter Vorteil für Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski, dass sie die kälteren Monate immer auf der Anlage ihres Lebensgefährten Pietro Roman in der Nähe von Rom verbringen kann. Dort ist es ihr ohne lange Anreise möglich, die Pferde frühzeitig im Jahr wieder im Gelände vorzustellen. „Und ohnehin ist es hier in der Nähe von Rom ja nie so kalt wie in Deutschland“, freut sich Krajewski. Das Jahr 2026 steht für sie ganz im Zeichen der Weltmeisterschaften in Aachen. Für diese Herausforderung distanzierte sie sich auch früh von einem Team-Platz für die EM in Blenheim 2025, bei welcher das Gelände ihrem Spitzenpferd Nickel ohnehin nicht so gelegen hätte. Derzeit steht sie gleich mit zwei Pferden im Olympia-Kader: Nickel und Tullabeg Platinum.
Mit beiden ging sie auch an diesem Wochenende bei der Drei-Sterne-CCI-Prüfung in Montelibretti, ganz in der Nähe ihres Wohnortes, an den Start. Doch ein anderer trug am Ende in der CCI3*-S den Sieg davon: Ero de Cantraie. Er steht wir Nickel und viele Krajewski-Pferde im Besitz ihres Mäzens Prof. Dr. Bernd Heicke. Der mittlerweile zwölfjährige Selle Français Wallach hatte schon vor längerer Zeit auf sich aufmerksam gemacht. 2023 wurde er in Luhmühlen Deutscher Meister. Durch eine Verletzungspause und langsamen, sorgfältigen Aufbau wurde es zwischenzeitlich ruhiger. Aber spätestens jetzt ist ‚Ero‘ vollständig zurück. In Montelibretti beendete er die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 24,1 Minuspunkten.
Alle drei Podiumsplätze für Krajewski
Auf Platz zwei ritt Julia Krajewski mit ihrem Superstar, dem zwölfjährigen Numero Uno-Sohn Nickel, der 2024 bei den Olympischen Spielen unterwegs war. Mit 26,8 Minuspunkten beendeten sie die Prüfung. Und auch vom dritten Platz durfte sich die einzige Reiterin auf dem Podium symbolisch zuwinken. Hier stand Julia Krajewski mit dem ebenfalls zwölf Jahre alten Iren Tullabeg Platinum im Besitz von Michael Sperl. Die beiden kamen auf 27,5 Minuspunkte. Für den Wallach war es eine neue persönliche Bestleistung.
Auch auf Vier-Sterne-Niveau wurde geritten. Die CCI4*-L-Prüfung endete mit einem Doppelsieg für die Schwedin Sofia Sjöborg mit ihren Pferden Govalent und Bryjamolga vh Marienshof Z. Die CCI4*-S entschied Lea Siegl mit Van Helsing für sich. Damit lag sie vor ihrem Lebensgefährten Felix Vogg mit der Holsteiner Stute Cartania. Mit ihrem zweiten Pferd Watermill Giorgio RS wurde Lea Siegl zudem Dritte. Deutsche Paare waren hier nicht am Start.
Das Ergebnis gibt es hier.