Die Polizei sucht nach Zeugen.
Am 15. Februar wurde bekannt, dass es bei der Preis der Besten-Sichtung für die süddeutschen Talente in München-Riem zu „tierschutzrelevanten Vorfällen“ gekommen sei. So zumindest benannte es die damalige Pressemitteilung der Polizei. Näher wollte diese mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht auf die Geschehnisse eingehen.
In der Zwischenzeit sickerte durch, dass an den Tieren unterschiedlichste quälende Maßnahmen vorgenommen wurden. Einigen Ponys wurden demnach Mähnen und Schweife abgeschnitten und die Zungen wurden teilweise mit Gummibändern umwickelt. Auch gab es einige blutende Verletzungen.
Nun gab die Polizei München erneut eine offizielle Pressemitteilung heraus. In dieser heißt es:
„Nach aktuellem Ermittlungsstand konnte mittlerweile in Erfahrung gebracht werden, dass die Tiere gezielt angegangen wurden, um die Platzierungen der Starter eines in diesem Zeitraum auf der Olympia-Reitanlage stattfindenden Jugendturniers zu beeinflussen.
Das Turnier wurde infolge der Vorfälle abgebrochen. Nach Auskunft eines Tierarztes wurde keines der Pferde schwerer verletzt.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und dauern weiterhin an.“
Der Verdacht richtet sich also wohl auf das direkte Umfeld der Teilnehmer. Eine schwierige Situation, in der die Polizei verständlicherweise recht wenig im Laufe der Ermittlungen nach außen dringen lässt.