Isabell Werth und Wendy de Fontaine (hier beim CHIO Aachen 2025) waren einmal mehr das beste deutsche Paar.
Es war kein Selbstläufer, aber am Ende war alles gut: Die deutsche Dressur-Mannschaft gewinnt den Fünf-Sterne-Nationenpreis im französischen Fontainebleau. Auch wenn bei weitem nicht die komplette Weltelite dabei war, starteten doch mit den belgischen Doppel-Europameistern Justin Verboomen und Zonik Plus sowie den Weltmeistern von 2022, Charlotte Fry und Glamourdale, zwei absolut herausragende Paare. Deutschland war mit Isabell Werth mit Wendy de Fontaine sowie Frederic Wandres mit Bluetooth OLD jedoch ebenfalls mit zwei Hausnummern unter den Dressurpaaren top besetzt.
Den Anfang machten jedoch die Newcomer im deutschen Team. Benjamin Werndl meldete sich mit dem zehnjährigen Quick Decision FRH eindrucksvoll auf Fünf-Sterne-Niveau und damit in der Top-Liga zurück. 72,652 Prozent erreichten die beiden. Noch nicht alles war perfekt, doch das große Talent des Wallachs unübersehbar. Im Einzel wurde es Platz sieben in der starken Konkurrenz.
Ebenfalls stark unterwegs waren Dr. Svenja Kämper-Meyer und die 13 Jahre alte Amanyara M FRH. Auch für diese beiden war es eine Nationenpreis-Premiere auf diesem Niveau, welche sie mit 72,369 Prozent auf Platz neun beendeten. Das war zwar das Streichergebnis, aber für die Amateurin, die als Kieferorthopädin arbeitet, ein weiterer Beweis ihrer derzeit herausragenden Form mit diesem Pferd.
Wandres und Werth liefern ab
Frederic Wandres lieferte dann mit 76,826 Prozent und Platz vier eine erste Hausnummer für das deutsche Team ab. Eine weitere tolle Leistung des 16 Jahre alten Bordeaux-Sohn, der ja ebenfalls noch ganz am Anfang der Saison nach längerer Pause steht. Und dann setzten Isabell Werth und die zwölfjährige Sezuan-Tochter Wendy de Fontaine noch einen drauf und platzierten sich mit 80,587 Prozent als Dritte im Einzel. Der Sieg für Deutschland war damit natürlich ebenfalls klar. Platz zwei ging an Großbritannien vor Belgien.
Diese beiden Länder hatten dann auch im Einzel die Pole Position inne, während Deutschland in der Breite punktete. Der Sieg ging an die Doppel-Europameister Justin Verboomen und Zonik Plus mit 83,500 Prozent. Den zweiten Platz sicherten sich Charlotte Fry und Glamourdale mit 80,848 Prozent, die damit nur knapp vor Werth und Wendy lagen.
Alle Ergebnisse aus Fontainebleau gibt es hier.