Pferde attackiert © Christiane Slawik

Im Kreis Höxter mehren sich die Angriffe auf Weidepferde.(Symbolbild)

In der Nacht zum 21. April 2026 sollen bislang unbekannte Personen in der Uckermark im Norden Brandenburgs mit Pfeilen auf eine Pferdekoppel geschossen haben. Nach Angaben der Polizei gegenüber Hooforia wurde mindestens ein Pfeil in Richtung der dort stehenden Tiere abgegeben.

Pfeil mit Metallspitze auf Pferdekoppel gefunden

Die Ermittler fanden bei ersten Untersuchungen einen Pfeil mit Metallspitze auf der Weide in der Gemeinde Carmzow-Wallmow. Nach jetzigem Stand wurde kein Pferd direkt von einem Pfeil getroffen. Die Polizei geht derzeit von einem möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sowie von Sachbeschädigung aus.

Elf Pferde nach Angriff in Panik

Wie die Stallbetreiberin gegenüber Hooforia schildert, wurden die Folgen für die Tiere dennoch deutlich spürbar. Als die Pferde am Morgen gegen 7 Uhr kontrolliert wurden, sollen insgesamt elf Tiere in Panik gewesen sein. Nach ihren Angaben brachen die Pferde aus Angst durch Zaun und Litze. Mehrere Tiere hätten unter Erschöpfung und Stress gelitten.

Besonders kritisch sei der Zustand eines Ponys mit Stoffwechselerkrankung. Das Tier habe infolge von Schmerzen und Erschöpfung Probleme entwickelt und lahme derzeit. Sollte keine Besserung eintreten, müsse das Pony möglicherweise  sogar eingeschläfert werden. Die Stallbetreiberin vermutet, dass möglicherweise mehrere Pfeile abgegeben wurden. Gefunden worden sei jedoch nur ein Pfeil mit etwa zehn Zentimeter langer Eisenspitze.

Frühere Angriffe mit Paintballkugeln und Pfeilen auf Pferde

Nach Angaben der Stallbetreiberin soll es bereits in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle gegeben haben. Bereits im vergangenen Jahr seien auf dem Gelände Pfeile und ein Bogen gefunden worden. Damals habe es auch einen Tatverdächtigen gegeben, der tagsüber aus der Entfernung beobachtet worden sei. Zudem sei im Jahr 2015 mit Paintballkugeln auf Pferde im Stallbereich geschossen worden.

Als Reaktion auf den aktuellen Vorfall dürfen die Pferde nachts derzeit nicht mehr auf der betroffenen Winterkoppel stehen. Stattdessen werden sie nur noch in videoüberwachten Bereichen untergebracht. Weitere Sicherheitsmaßnahmen, etwa zusätzliche Kameras auf der Weide, werden derzeit geprüft.

Die Kriminalpolizei der Inspektion Uckermark hat die Ermittlungen aufgenommen.

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