Rosalind Canter © Badminton Horse Trials

Rosalind Canter bei der Siegerehrung.

Das ist noch nie einer Reiter-Pferd-Kombination gelungen! Die 40 Jahre alte Team-Olympiasiegerin von 2024, Rosalind Canter, und ihr Paradepferd Lordships Graffalo, genannt Walter, von Grafenstolz sind die Ersten! Und es war ein Traum, ihnen dabei zuzusehen. Zwei Abwürfe wären im finalen Springen möglich gewesen. Doch Ros Canter ritt ihren 14 Jahre alten Wallach so gekonnt durch den Parcours, dass es einfach nur ‚easy‘ wirkte. Zwei Zeitfehler leisteten sie sich, das war´s aber auch. Mit einem Endergebnis von 25,7 Minuspunkten siegten sie haushoch. Und die beiden haben es verdient, sich als erste dreimal auf der Siegerliste zu verewigen. Nach 2023 und 2025 nun auch in diesem Jahr. Mit dem Sieg gehören sie natürlich auch zu den Mitfavoriten für die Weltmeisterschaften in Aachen.

„Das ist einfach nur unglaublich“, freute sich Ros Canter, die Anfang des Jahres zum zweiten Mal Mutter wurde. „Meine Mum hat auf meine beiden Mädchen aufgepasst. Ich muss ihr, meinem Mann und meinem ganzen Team unendlich danken! Ohne diese große Familie geht nichts! Und Walter gehört zu dieser Familie ebenso dazu. Er hat heute alles gegeben. Es ist die größte Freude, ein Pferd wie ihn zu reiten!“

Platz zwei ging mit 33,9 Minuspunkten an den Neuseeländer Tim Price und den bereits 17 Jahre alten Falco, dem aufgrund von EOTRH die Vorderzähne entfernt werden mussten, dem es seitdem aber besser denn je geht. Die beiden arbeiteten sich ohne Abwurf nach vorne. Dritte wurden Harry Meade und die 14 Jahre alte Stute Annaghmor Valoner mit 35,1 Minuspunkten. Ein Abwurf ließ sie von Platz zwei zurückfallen, dennoch war Meade sichtlich stolz auf den Podiumsplatz.

Arne Bergendahl auf Platz 35

Stolz war auch ein anderer: Der einzige deutsche Starter Arne Bergendahl. Er wusste von vornherein, dass seine 14 Jahre alte Stute Luthien NRW nicht zu den starken Dressurpferden zählt und er sich würde nach vorne arbeiten müssen. Durch einen Vorbeilaufer im Gelände klappte das nicht ganz wie erhofft, doch Bergendahl war dennoch glücklich. Er hatte den schwersten Geländekurs der Welt bewältigt, war nicht ausgeschieden wie im vergangenen Jahr. Und im Springen zeigte er mit Luthien noch einmal, wo die eigentlichen Stärken liegen. Die beiden kamen fehlerfrei nach Hause. Am Ende wurde es Platz 35.

„Badminton war ein Wahnsinns-Erlebnis. Und ich bin glücklich, was wir hier zeigen konnten“, betonte Bergendahl.

Das komplette Ergebnis gibt es hier.

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