Alice Layher © FEI/Daniel Kaiser

Alice Layher sicherte sich das Weltcup-Finale der Voltigiererinnen und ist jetzt für die WM nominiert.

Es war ein hocherfolgreiches Weltcup-Finale für die deutschen Voltigierer, das erstmals in Opglabbeek abgehalten wurde. Die Veranstalter gaben sich keine Blöße und stellten ein Top-Turnier auf die Beine. Für Deutschland entwickelte es sich zum Medaillenregen. Vor allem wird der Auftritt von Alice Layher im Gedächtnis bleiben, die sich erstmals den Titel der Weltcup-Final-Siegerin sicherte. Und nicht nur das: Bei den Damen gab es gleich einen dreifachen Triumph.

Alice Layher hatte bereits das Technikprogramm (8,742) für sich entscheiden. Die Vize-Europameisterin zeigte auf der 19-jährigen Stute FBW Candy an der Longe von Daniel Zembrot ein technisch anspruchsvolles Programm und überzeugte insbesondere in der turnerischen Ausführung, die mit Noten von über 9,0 Punkten bewertet wurde. Nachdem Layher im vergangenen Jahr verletzungsbedingt auf einen Start beim Weltcup-Finale verzichten musste, unterstrich sie mit einer starken Kür ihre momentane Spitzenform. Mit der höchsten Kürwertung des Tages (9,168) baute sie ihre Führung aus und entschied den Wettkampf mit einer Gesamtwertung von 8,998 für sich.

„Es ist Wahnsinn, es fühlt sich wirklich gut an. Ich war sehr nervös … aber es hat ziemlich gut geklappt“, strahlte Layher. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Pferd seine Sache wirklich gut gemacht hat. Sie hat noch nie zuvor einen so großen Wettkampf bestritten – und sie war einfach perfekt.“

Titelverteidigerin Kathrin Meyer sicherte sich die Silbermedaille. Die dreifache Weltcup-Siegerin und amtierende Europameisterin kam auf 8,277 sowie 8,534 Punkte. Sie turnte dabei auf dem 17-jährigen Oldenburger Capitain Claus OLD an der Longe von Gesa Bührig zum Endresultat von 8,431 Punkten. Dritte wurde Alina Roß mit ihrem Ersatzpferd Crashkurs an der Longe von Andrea Harwardt. 7,813 und die zweitbeste Kür mit 8,547 Punkten bedeuteten ein Endresultat von 8,253 und die Bronzemedaille.

Silber bei den Herren und im Pas-de-Deux

In der Herrenkonkurrenz entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Jannik Heiland und dem Franzosen Quentin Jabet. Nach dem Technikprogramm hatte Heiland mit dem erst neunjährigen Rey Rubino an der Longe von Lars Hansen knapp mit 8,377 Punkten gegenüber 8,259 Punkten die Führung übernommen. Doch in der Kür konnte Jabet das Blatt  wenden. Der Franzose auf Ersatzpferd Furst Fridolin HDC mit Longenführerin Sirine Abousaid zeigte die stärkste Kür des Tages (9,167) und wiederholte mit einer Gesamtwertung von 8,804 seinen Sieg aus dem Vorjahr. Heiland präsentierte sich jedoch weiter in starker Form und erhielt für seine Kür 8,986 Punkte. Mit einer Endnote von 8,742 gab es Silber. Auf den sechsten Platz voltigierte Thomas Brüsewitz.

Über diese Medaille konnten sich auch Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert bei ihrer ersten Weltcup-Teilnahme mit ihrem Pferd Chagall an der Longe von Andrea Lindhorst freuen. Sie übernahmen schon nach dem ersten Umlauf mit 8,511 Punkten die Führung im Klassement. Im zweiten Durchgang konnten die beiden sich jedoch nicht mehr ganz so stark präsentieren. Mit einer Gesamtwertung von 8,081 Punkten belegte das Paar am Ende den zweiten Platz.

Alle Ergebnisse gibt es hier.

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