Isabell Werth vor Semmieke Rothenberger und Raphael Netz auf dem DM-Podium. © S. Lafrentz

Isabell Werth vor Semmieke Rothenberger und Raphael Netz auf dem DM-Podium.

Es war eine Premiere: Gold mit zwei verschiedenen Pferden. Das hat es noch nicht gegeben. Im Grand Prix Special holte Isabell Werth am gestrigen Samstag ihr Gold Nummer 19 mit Spitzenstute Wendy de Fontaine. Die bekam daraufhin ebenso wie Frederic Wandres Bluetooth Dispens für die Kür.

Heute war also der erst zehnjährige Hengst Viva Gold OLD von Vivaldi an der Reihe. Und auch für den Oldenburger aus der Zucht von Christine Arns-Krogmann, dessen Großmutter Werths ehemaliges Top-Pferd Weihegold ist, gab es Gold. Das 20. insgesamt für Isabell Werth. Eine Leistung vor der es den Hut zu ziehen gilt.

Gold für Isabell Werth und Viva Gold OLD.

Gold für Isabell Werth und Viva Gold OLD. (© S. Lafrentz)

83,650 Prozent vergaben die Richter. Isabell Werth freute sich über die tolle Form des Hengstes: „Es ist richtig schön, dass er seinem Namen hier mehr als gerecht geworden ist. Wie er sich hier über die drei Tage präsentiert hat, macht mich sehr froh. Wir finden immer besser zusammen und wir bauen ihn in Ruhe weiter auf. Mit mehr Kraft, Muskulatur und Ruhe wird er sich weiterentwickeln.“

Silber für Semmieke Rothenberger

Auf den zweiten Platz und damit zu Silber ritten Semmieke Rothenberger und ihr 16 Jahre alter Farrington. Vor einem Jahr waren sie erstmals im Seniorenlager am Start. Nun gleich das Podium. Semmieke Rothenberger konnte es kaum fassen. Mit 80,880 Prozent wurden die beiden beurteilt. „Wir haben zwei persönliche Bestleistungen erreicht. Er gibt mir Gänsehaut, weil er alles richtig machen möchte, ist super eifrig und gibt Vollgas für mich“, so Rothenberger.

Semmieke Rothenberger und Farrington

Stolze Silbermedaillengewinner: Semmieke Rothenberger und Farrington. (© S. Lafrentz)

Überglücklich mit seinem Pferd war auch Raphael Netz. Mit dem 15 Jahre alten Great Escape Camelot und einem Ergebnis 79,030 Prozent holte er sich Bronze. „Camelot hat sein Herz ins Viereck geworfen. Er hat alles für mich gegeben und war hochkonzentriert bis zum letzten Halten. Ich bin so stolz und so dankbar für dieses Pferd. Er hat einen Charakter wie aus dem Lehrbuch, ist ein Engel und zugleich ein kleiner Lausbub. Einfach perfekt. Bei unserer ersten gemeinsamen Deutschen Meisterschaft sind wir Letzter geworden und mir wurde geraten, ihn zu verkaufen. Ich habe es nicht getan und das war die beste Entscheidung überhaupt.“

Raphael Netz und Great Escape Camelot.

Riesige Freude bei Raphael Netz über Great Escape Camelot. (© S. Lafrentz)

Die Vortages-Bronzegewinnerinnen Charlott-Maria Schürmann und Dante´s Pearl OLD ritten zum ersten Mal eine Kür auf diesem Niveau und präsentierten sich als hervorragende Vierte mit 78,780 Prozent. Tobias Nabben und Forster ritten ebenfalls mit einer klasse Leistung auf Platz fünf (77,350).

Nominierung für Nationenpreis in Hagen

Nach der Deutschen Meisterschaft erfolgte die Nominierung für den Nationenpreis in Hagen Anfang Juli.

Das deutsche Team bilden:

  • Semmieke Rothenberger mit Farrington
  • Charlott-Maria Schürmann mit Dante’s Pearl OLD
  • Frederic Wandres mit Bluetooth OLD
  • Isabell Werth mit Wendy de Fontaine (Reserve: Viva Gold OLD)
  • Erste Reserve für das Team: Raphael Netz mit Great Escape Camelot

Hochspannung in der Para-Dressur

Während am Vortag Heidemarie Dresing haushoch die Meisterschaft der Grades I bis III in der Para-Dressur gewonnen hatte, wurde es in den Grades IV und V hochspannend. Regine Mispelkamp oder Newcomerin Helen Schildhauer? Wer würde sich die Meisterschaft sichern?

Regine Mispelkamp und Highlander Delight´s.

Regine Mispelkamp und Highlander Delight´s. (© S. Lafrentz)

Am Ende siegte die Erfahrung. In der Kür zeigte Regine Mispelkamp mit ihrem 14 Jahre alten Olympiapferd Highlander Delight´s von Florencio eine Leistung von 78,333 Prozent. Da konnten Helen Schildhauer und ihr erst acht Jahre alter westfälischer Vitalis-Sohn Vulkan Vegas IB noch nicht ganz mithalten. Es wurden 77,675 Prozent. Bronze ging an Anna-Lena Niehues mit der erst neun Jahre alten Stute Vive L´Amour, ebenfalls aus der westfälischen Zucht von Vainqueur.

Helen Schildhauer und Vulkan Vegas IB

Helen Schildhauer und Vulkan Vegas IB (© S. Lafrentz)

In der Gesamtwertung gewann Regine Mispelkamp mit 225,745 Prozent vor Helen Schildhauer mit 224,963 Prozent und Anna-Lena Niehues mit 218,300 Prozent.

Alle Ergebnisse aus Balve gibt es hier. 

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