Anastasia Nielsen © LGCT

Anastasia Nielsen und ESI Rocky auf dem Weg zum Sieg.

Nur zwei Paare hatten bei der Global Champions Tour in St. Tropez in Südfrankreich das Stechen erreicht. Und es waren weder Olympiasieger Christian Kukuk mit Checker (4 Punkte) noch Katrin Eckermann mit Dialou Blue PS (8 Punkte) noch Marcus Ehning und Priam du Roset oder Hans-Dieter Dreher und Elysium, die beide aufgaben. Neben den vier deutschen Paaren hatten auch zahlreiche internationale Größen wie Edwina Tops-Alexander, Abdel Said, Jerome Guery, Michael Pender, Peder Fredricson oder Max Kühner einen oder mehrere Abwürfe.

Die einzigen beiden Nullrunden im Großen Preis in St. Tropez, der gleichzeitig Etappe der Global Champions Tour war, gingen auf das Konto von zwei Jungstars. Zum einen war dies Thibeau Spits aus Belgien, 25 Jahre, der mit Impress-K van’t Kattenheye Z unterwegs war. Zum anderen blieben die gerade erst 20 Jahre alt gewordene Anastasia Nielsen und ihr elfjähriger irischer Wallach ESI Rocky fehlerfrei. Und am Ende hatte die junge Monegassin, die in der Schweiz geboren wurde, die Nase im Stechen vorn. Sie lieferte mit ihrem Sohn des Stakkato Gold die einzige Doppelnullrunde ab. Bei Spits und seinem elfjährigen Zangersheider Hengst fiel dagegen im Stechen eine Stange. Der dritte Platz ging an Max Kühner und den 15 Jahre alten Iren EIC Up Too Jacco Blue von Chacco-Blue. Vierter wurde Abdel Said mit Quaker Brimbelles Z vor der Französin Alexa Ferrer mit Fleur d’Oz.

„Einfach unglaublich“

Anastasia Nielsen konnte ihr Glück selbst kaum fassen. „Ich bin ehrlich gesagt sprachlos und unendlich glücklich. Mein Glück war bereits perfekt, als ich die erste Runde fehlerfrei absolviert habe – es war ein sehr schwieriger Parcours. Ich bin mit Rocky noch nicht so viele Fünf-Sterne-Prüfungen gesprungen, aber er ist ein unglaublicher Kämpfer und gibt einfach alles, um das Unmögliche möglich zu machen. Ich liebe diesen Ort und dieses Turnier. Im Jahr 2021 habe ich hier mit meinem Pferd Zero den Ein-Stern-Grand-Prix gewonnen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie glücklich ich damals war. Und nun, fünf Jahre später, wieder hier zu sein und den Fünf-Sterne-LGCT-Grand-Prix zu gewinnen, ist einfach nicht real.“

Ihren ersten Sieg in der Global Champions Tour feierte Anastasia Nielsen übrigens im vergangenen Jahr in Rabat.

In der Gesamtwertung führt der Belgier Abdel Said vor Katrin Eckermann und dem derzeit durch seine Schlüsselbeinverletzung außer Gefecht gesetzten Franzosen Simon Delestre. Ein Trostpflaster für Hans-Dieter Dreher am heutigen Tag war sicherlich sein Sieg mit dem 17 Jahre alten Vestmalle des Cotis über 1,45 Meter.

Alle Ergebnisse aus St. Tropez, wo Riesenbeck International am Donnerstag die Global Champions League gewann, gibt es hier.

 

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