Betriebe, in denen die Equine Infektiöse Anämie ausgebrochen ist, bleiben in der Regel längere Zeit gesperrt.
Wieder ist in Deutschland ein Fall von Equiner Infektiöser Anämie (EIA) aufgetreten. Der Fall im südniedersächsischen Landkreis Northeim wurde am 30. Juli bekannt. Das Pferd zeigte schwere Symptome und wurde sofort und damit noch vor Feststellung der Erkrankung eingeschläfert. Allerdings besteht nun die Gefahr einer Ansteckung, sodass ein Sperrbezirk eingerichtet wurde. Dieser beträgt den Radius eines Kilometers. Innerhalb dieser Zone dürfen Pferde und Ponys sowie Esel, Mulis, Maultiere und Zebras ihre Ställe bis auf weiteres nicht verlassen. Alle werden auf EIA getestet und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen. Fällt der erste Test negativ aus, wird er nach etwa drei Wochen wiederholt. Danach kann die Quarantäne aufgehoben werden.
Infektionen kommen sehr selten vor. Von Seiten des Landkreises heißt es, dass das betroffene Pferd aus dem Ausland importiert wurde und bereits zu diesem Zeitpunkt infiziert war. In der Vergangenheit gab es in Deutschland beispielsweise Fälle im Wartburgkreis und im Landkreis Tübingen.
Übertragen werden kann es durch Bremsen, Stechmücken und ähnliche blutsaugende Insekten. In Einzelfällen kann das Virus auch indirekt, etwa über gemeinsam genutztes Pflegezubehör, übertragen werden.
Typische Krankheitsanzeichen sind hohes Fieber, wiederkehrende Fieberschübe, Apathie, Schwäche, Ataxie, blasse Schleimhäute sowie punktförmige Einblutungen in den Schleimhäuten. Auch äußerlich gesunde Tiere können das Virus in sich tragen und weiterverbreiten. Eine Behandlung der Erkrankung ist nicht möglich. Infizierte Tiere werden daher erlöst.
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