Lukas Heitmann freute sich über Gold.
Goldene Zeiten für das deutsche Team gab es bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im Voltigieren in Le Mans. An gleicher Stelle, wo auch die Ponyreiter aktiv waren, suchten auch die U18- und die U21-Voltigierer ihre Besten der Besten.
Deutschland führte am Ende den Medaillenspiegel an. Insgesamt gab es zweimal Gold, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen.
Lukas Heitmann lehrt alle das Fürchten
Den Anfang in Sachen Goldmedaillen machte der Hamburger Lukas Heitmann in der U18-Konkurrenz der Herren. Der 17 Jahre junge Mann hatte bereits im Einzel beim CVIO in Warendorf begeistert. Dort stellte er solch starke Athleten wie Thomas Brüsewitz und Bela Lehnen in den Schatten, die zur WM nach Aachen fahren. Der amtierende Junioren-Vizeweltmeister dominierte den Wettbewerb in Le Mans von Beginn an. Schließlich sicherte er sich gemeinsam mit dem 14-jährigen Fuchs Fürst Jever an der Longe von Hendrik Brühl souverän seinen ersten Europameistertitel mit einer Gesamtnote von 8,633.
Auch Henry Frischmuth zeigte mit dem Württemberger-Wallach True Tempter und Longenführerin Gesa Bührig eine sehr gute Leistung. Der amtierende Junioren-Weltmeister musste nach einer Wiederholung im Stehen in der Pflicht zunächst einen Rückschlag hinnehmen. Im weiteren Wettkampfverlauf steigerte er sich jedoch kontinuierlich. Am Ende gab es mit der Wertung von 8,352 die Silbermedaille. Bronze ging an den Schweden Clint Fiskbaek.
Pia Niemand ist kein Niemand
Nein, Pia Niemand ist nun wahrlich kein Niemand. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Ella Louise Eggert sicherte sie sich im Pas-de-Deux die Silbermedaille. Nach dem ersten Umlauf mit dem 18-jährigen Wallach Bajor und Longenführerin Sandra Behncken lagen die beiden sowar in Führung. Im Finale konnten sie ihre Leistung nochmals steigern, mussten sich jedoch den Österreicherinnen Lara Scherer und Julia Hasse geschlagen geben und gewannen mit einer Endnote von 7,862 Silber. Bronze ging an das Schweizer Duo Lea Maeder und Lena Nyffenegger.
Die Bronzemedaille der U18-Damen ging an Lara Veth mit dem 13-jährigen KWPN-Wallach Icarus und ihrer Tante Ute Veth. Sie arbeitete sich nach Rang vier in der Pflicht mit einer der besten Kürleistungen des ersten Finaldurchgangs auf das Podium vor und verteidigte Platz drei bis zum Schluss (8,274). Den Europameistertitel sicherte sich die Österreicherin Antonia Mayerhofer vor ihrer Teamkollegin Fanny Seidl.
Köln-Dünnwalds Junioren sind Weltklasse
Bei den Gruppen sicherte sich das Team vom VV Köln-Dünnwald die Goldmedaille. Bestehend aus Jana Düllmann, Lina Altindagoglu, Antonia Paulick, Mira Lehnen, Mona Mertens und Evamarie Groner lag nach der Pflicht noch mit etwas Abstand auf Rang zwei hinter der italienischen Mannschaft, überzeugte anschließend jedoch mit zwei souveränen Kürdurchgängen auf dem Holsteiner-Wallach Calidor an der Longe von Ines Nawroth. Mit ihrer zu den Klängen von Queen präsentierten Kür setzten sich die U18-Voltigierer aus Köln mit einer Endnote von 7,908 deutlich an die Spitze des Feldes. Silber ging an die Gruppe aus Österreich, welche sich im Finale noch knapp vor Gastgeber Frankreich mit 7,544 Punkten behauptete.
Musik nicht fit bei Arne Heers
Für einen besonders spannenden Wettbewerb sorgten die U21-Herren. Arne Heers musste sich nach einem engen Duell dem Franzosen Baptiste Terrier geschlagen geben und gewann mit dem 15-jährigen Oldenburger Cleiner Onkel T OLD, longiert von Mutter Anika Heers, die Silbermedaille. Im Technikprogramm musste der 19-jährige Deutsche aufgrund technischer Probleme längere Zeit auf seine Musik warten und schließlich zu einer anderen Version turnen. Dennoch gab es am Ende das silberne Happy End! Bronze sicherte sich Leonel Gelke. Gemeinsam mit dem Oldenburger-Wallach Longinus und Longenführerin Andrea Harwardt behauptete der 20-Jährige seine Podiumsplatzierung bis zum Schluss.
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