Er kann es einfach: Einfach Imposant (nun FRH) mit Kira Laura Soddemann.
Dass bei Einfach Imposant der Name Programm ist, wusste man schon seit seinem ersten Auftritt bei der WM in Verden. Im großen Finale sicherte er sich als Top-Favorit angetreten auch den ersehnten Titel. Mit 92,60 Prozent führte kein Weg an ihm vorbei. „Er hat das heute entschieden. Er kam ins Viereck und hatte sich vorgenommen, noch eine Schippe besser zu sein als in der Qualifikation – und ich durfte ihn begleiten“, sagte Reiterin Kira-Laura Soddemann begeistert. Für Schritt und Galopp von Einfach Imposant gab es jeweils 9,0, für Gehorsam 9,3, für Trab und Perspektive sogar 9,5.
Züchterin Daniela Burkhardt-Robert, die Einfach Imposant B FRH aus einer Westernhagen-Mutter gezogen hat, sieht die besondere Stärke des Hengstes vor allem in seinem Interieur: „Gute Pferde müssen nicht nur top Grundgangarten haben, sie müssen ein sehr gutes Interieur haben. Das ist das A und O, und sie müssen gesund sein.“ Für seinen WM-Triumph erhielt Einfach Imposant B FRH – ebenso wie der Vize-Weltmeister der Siebenjährigen, Secret Agent – den Namenszusatz FRH.
Silber ging an den Oldenburger Hengst Global Amour OLD unter Alexander Yde Helgstrand mit 89,40 Prozent. Bronze holte Weihe’s Happiness OLD mit Reiterin Alina Schnieder und 85,80 Prozent. „Die moderne Version von ‚Oma Weihegold‘“, so bezeichnet Züchterin und Besitzerin Christine Arns-Krogmann die Stute.
Ein „einfach unglaublicher“ Sieg
Mit der Gesamtwertung von 83,429 Prozent sicherte sich die niederländische Stute Odi Murona, geritten von Tessa Kole, die Goldmedaille der siebenjährigen Dressurpferde. Die Einzelnoten der Qualitätsbeurteilung waren 9,5 für den Trab, 8,5 Schritt, 9,0 Galopp, und je eine 9,5 für Durchlässigkeit und Perspektive. Die beiden Techniknoten lagen bei 74,429 und 75,286 Prozent. In der Qualifikation waren die beiden Dritte gewesen.
Tessa Kole war fassungslos. „Ich reite die Stute, seitdem sie drei war und sie ist einfach unglaublich.“ Fünfjährig hatte die neue Weltmeisterin bereits ein Fohlen, sechsjährig wurde sie schon für die WM ausgewählt. „Letztes Jahr galt dann noch die Regel, dass man nicht zwei Championate reiten darf. Ich war auch bei der Jungen Reiter-EM am Start, deswegen durfte ich die WM nicht reiten. Dieses Jahr durfte ich glücklicherweise.“
Der Hannoveraner Secret/De Niro-Sohn Secret Agent wurde mit 83,115 Prozent unter Charlotte Dujardin Vize-Weltmeister. WM-Bronze ging an die dänische Vize-Weltmeisterin des vergangenen Jahres: Brandtbjergs Divya von Hesselhoej Donkey Boy mit Theresa Rosenkilde im Sattel. In der Qualifikation hatten die beiden Paare die Plätze eins und zwei belegt.
Sieben Mal ein Secret
Ein Überblick zeigt, dass Secret mit sieben Nachkommen in den Finals die absolute Nummer eins bei der WM in Verden war. Ihm folgt Lord Europe mit vier Nachkommen. Weitere sechs Vererber stellten zwei Nachkommen in den Finals, das sind Blue Hors Farrell, Dynamic Dream, Glock’s Romanov, Hesselhøj Donkey Boy, Suarez und Vitalis.
Hans-Heinrich Meyer zu Strohen ist Reitmeister
Hans-Heinrich Meyer zu Strohen wurde Rahmen der WM in Verden mit dem Titel „Reitmeister“ ausgezeichnet, der höchsten Ehrung im deutschen Reitsport. Seit 26 Jahren trägt er als Bundestrainer im Dressur-Nachwuchsbereich Verantwortung für die Zukunft des deutschen Dressursports. In dieser Zeit errangen seine Reiterinnen und Reiter bei Europameisterschaften insgesamt 186 Medaillen.
Alle Ergebnisse aus Verden gibt es hier.



