Isabell Werth und Quantaz, die Sieger im Grand Prix. © Johanna Milse/Turnier der Sieger

Isabell Werth und Quantaz, die Sieger im Grand Prix.

In den vergangenen Monaten standen bei Isabell Werth vermehrt WM-Goldgewinnerin Wendy de Fontaine und Viva Gold, mit dem sie bei den Deutschen Meisterschaften gewann, bei Großveranstaltungen in der ersten Reihe. Mit Quantaz, mittlerweile 16 Jahre alter Quaterback-Sohn aus der DSP-Zucht, war Werth zuletzt vor rund 17 Monaten beim Weltcup-Finale 2025 erfolgreich. Damals holten die beiden den zweiten Platz. Zwischenzeitlich war immer wieder ein Comeback von Quantaz angekündigt, welches sich jedoch verschob.

Nun ist DSP Quantaz zurück im Viereck. Beim Turnier der Sieger in Münster tanzte er im Grand Prix zu 73,880 Prozent.

„Aufladen, abladen, losreiten – das hat Quantaz einfach super gemacht“, beschrieb Werth ihren Auftritt in Münster. „Er war in der Prüfung frisch und kernig, und genau das ist die Zielsetzung.“

Direkt dahinter platzierten sich Dorothee Schneider mit ihrem ‚Roman‘ First Romance. Der ist jetzt ebenfalls schon 16, war länger nicht im Viereck unterwegs und kam mit seiner Reiterin auf 72,720 Prozent. Bei Schneider hatte in den vergangenen Monaten eher die KWPN-Stute Karlijn die erste Geige übernommen. Und zuvor war Schneider mit dem Umzug auf das Gestüt Famos sowie einer eigenen Handverletzung eine Zeitlang nicht so präsent im Viereck.

Dritte wurden vor dem Münsteraner Schloss Evelyn Eger und der erst neun Jahre alte Grey Flannell-Sohn Global Power OLD mit 72,560 Prozent vor Lena Haßmann mit der ebenfalls erst neunjährigen Chere Celine OLD und 72,100 Prozent.

Bianca Nowag-Aulenbrock und Vaida-Girl OLD

Bianca Nowag-Aulenbrock und Vaida-Girl OLD (© Johanna Milse/Turnier der Sieger)

In der Nachwuchsprüfung der Stars von Morgen gewann derweil Bianca Nowag-Aulenbrock mit der neunjährigen Stute Vaida-Girl OLD von Vitalis mit 72,105 Prozent vor Helen Langehanenberg mit Dreikäsehoch von Dimaggio mit 71,500 Prozent.

„Allmählich kommt sie auf Grand-Prix-Niveau an. Sie bestimmt das Tempo und auch, wie weit wir uns noch nach vorn arbeiten können“, erklärte die Reiterin.

Ramzes-Preis für NRW-Landgestüt

Zu seinem 200 Jahre langen Bestehen wurde zudem das Nordrhein-Westfälische Langestüt mit dem renommierten Ramzes-Preis geehrt. Seit seiner Gründung im Jahr 1826 ist das Nordrhein-Westfälische Landgestüt eng mit der Entwicklung der Pferdezucht in der Region verbunden.

„200 Jahre Landgestüt sind nicht einfach 200 Jahre Geschichte. Sie stehen für 200 Jahre Verantwortung, Leidenschaft und Pferdezucht“, hieß es in der Laudatio. Dabei seien es vor allem die Menschen, die diese Geschichte geschrieben hätten und bis heute fortführten: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Züchterinnen und Züchter sowie all jene, die ihr Wissen und ihre Erfahrung über Generationen weitergegeben haben.

„Ein Jubiläum ist immer auch ein Anfang“, hieß es weiter. 200 Jahre Geschichte seien ein Grund, stolz zurückzublicken. Vor allem aber eine Verpflichtung, Wissen, Werte und Leidenschaft auch an die kommenden Generationen weiterzugeben. Der Ramzes-Preis 2026 würdigt damit nicht nur eine außergewöhnliche Vergangenheit. Er steht zugleich für das, was das Nordrhein-Westfälische Landgestüt bis heute auszeichnet. „Man kann Tradition bewahren, indem man sie lebendig hält.“

Der Ramzes Preis wurde vor dem Münsteraner Schloss an das NRW-Landgestüt überreicht.

Der Ramzes Preis wurde vor dem Münsteraner Schloss an das NRW-Landgestüt überreicht. (© Johanna Milse/Turnier der Sieger)

Alle Ergebnisse aus Münster gibt es hier.

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