Abu Dhabi: Deutschland auf Platz zwei bei französischem Nationenpreissieg


Bild vergrößern Marco Kutscher und Catelly steuerten zwei Nullrunden bei.

Marco Kutscher und Catelly steuerten zwei Nullrunden bei (Archivbild 2025). (© S. Lafrentz)

Das deutsche Team hat sich dank einer starken Aufholjagd den zweiten Platz in der ersten Etappe der League of Nations gesichert.

Es wurde spannend zu Beginn der League of Nations 2026. Deutschland musste zittern um den Einzug in Umlauf Nummer zwei – und freute sich am Ende doch riesig über einen Podiumsplatz. Die Mannschaft unter Leitung von Equipechef und Bundestrainer Otto Becker steigerte sich nämlich nach einem durchwachsenen ersten Umlauf deutlich und belegte am Ende Rang zwei. Der Sieg ging an Frankreich. Dritte wurden die Brasilaner.

Für Deutschland am Start waren Daniel Deußer, Jörne Sprehe, Sophie Hinners und Marco Kutscher am Start. Zunächst musste Daniel Deußer mit der elfjährigen belgischen Stute Pepita van T Meulenhof als Startreiter gleich einen Abwurf hinnehmen. Jörne Sprehe erging es mit ihrem zwölfjährigen Hannoveraner Toulon-Nachkommen Toys ebenso und auch Sophie Hinners hatte mit ihrem zehnjährigen Wallach Lommers einen Fehler. Damit lag die Verantwortung auf Schlussreiter Marco Kutscher. Der erfahrene Nationenpreisreiter lieferte mit dem Holsteiner Wallach Catelly eine souveräne Nullrunde ab. Der Druck war dabei hoch gewesen, denn es war knapp um den Einzug in Runde Nummer zwei geworden.

Doch dieser gelang und Deutschland war mittendrin in einem echten Krimi. Die Zwischenstände wurden mit nahezu jedem Ritt neu sortiert. Da in Runde zwei jeweils nur drei Reiter starten und alle Punkte zählen, kam zusätzlich Spannung auf. Irland, nach Runde eins gemeinsam mit Frankreich in Führung, fiel auf Rang sechs zurück. Die Gastgeber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, im ersten Umlauf noch stark, beendeten den Wettbewerb als Fünfte.

Deutschland startete hingegen eine Aufholjagd. Daniel Deußer blieb ebenso ohne Abwurf wie erneut Marco Kutscher mit Catelly. Lediglich bei Sophie Hinners und Lommers kam es zu einem weiteren Abwurf. Am Ende stand für Deutschland ein Gesamtergebnis von zwölf Strafpunkten in 207,89 Sekunden. Eine bessere Zeit als Brasilien und damit Platz zwei. Die siegreichen Franzosen hatten lediglich zwei zählende Abwürfe. Für sie ritten Oliver Perreau mit GL Events Dorai d’Aiguilly (Doppelnull), Jeanne Sedran mit Dexter de Kerglenn (4 Punkte im ersten Umlauf), Nicolas Sers mit Eleven de Riverland (0/4) und Simon Delestre mit Golden Boy DK (0/4).

Otto Becker zog ein positives Fazit: „Das System ist spannend, aber es kann in Runde zwei bei drei Reitern ohne Streichergebnis alles durcheinander gewirbelt werden. Trotzdem ist das ein guter Kompromiss, der die Spannung erhöht. Im ersten Umlauf haben wir gezittert, ob es noch für die zweite Runde reichen würde. Marco war der überragende Mann im Team. Das war ein schöner Auftakt der Serie. Wir hatten drei Pferde dabei, die noch nie im Nationenpreis eigesetzt wurden. Das war schon stark!“

Das komplette Ergebnis gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
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Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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