Der Franzose Julien Epaillard, Sieger im Weltcup-Finale 2025, ließ der Konkurrenz in Amsterdam im Stechen keine Chance.
Wenn die beiden Sieger des Weltcup-Finales vor einem Jahr im Stechen einer Weltcup-Qualifikation unterwegs sind, dann sollten sich alle anderen warm anziehen. Taten sie sicherlich, genützt hat es dennoch nichts. Denn der Franzose Julien Epaillard und sein mittlerweile 13 Jahre alter französischer Wallach Donatello d´Auge von Jarnac galoppierten am Ende allen anderen davon.
Insgesamt war die hohe Zahl von zwölf Paaren ins Stechen eingezogen. Das erlebt man im Weltcup auch nicht alle Tage. Mit dabei waren auch zwei Deutsche: Philipp Schulze Topphoff und Patrick Stühlmeyer. Beide waren in den Tagen zuvor bereits sehr solide und mit mehreren Platzierungen in Amsterdam unterwegs gewesen. Im heutigen Weltcup ereilten Philipp Schulze Topphoff und seine Top-Stute Carla NRW, 14 Jahre alte Tochter des Comme Il Faut, im Stechen nach einer souveränen Runde im Umlauf dann doch zwei Abwürfe. Besser lief es für Patrick Stühlmeyer, der mit dem 15 Jahre alten Hengst Baloutaire PS von Balou du Rouet aus der OS-Zucht unterwegs war. Die beiden blieben fehlerfrei und waren ziemlich schnell. Genauer gesagt benötigten sie für den Parcours 42,91 Sekunden. Am Ende bedeutete dies den vierten Platz und noch einmal eine schöne Summe für das Punktekonto im Gesamtweltcup, wo Stühlmeyer derzeit 18. ist.
Julien Epaillard muss sich darum als Titelverteidiger keine Sorgen machen. Vielleicht ritt er auch deshalb so locker im Mittelfeld des Stechens los. Nach ihm kamen noch sieben weitere Paare, aber die konnten allesamt seine 39,87 Sekunden nicht schlagen. Donatello d´Auge hatte einfach mit den engsten Wendungen und so mancher gewagten Linie mit seinem Reiter am meisten überzeugt.
Platz zwei für Alain Jufer
Noch vergleichsweise nah heran kamen der Schweizer Alain Jufer mit dem 15 Jahre alten Diarado-Sohn Dante MM in 41,58 Sekunden. Platz drei ging nach Belgien an Niels Bruynseels auf dem bereits 17 Jahre alten Delux van T&L von Toulon in 42,71 Sekunden.
„Ich dachte mir: Ich fange einfach ganz schnell an“, sagte Julien Epaillard nach der Siegerehrung. „Und dann gebe ich Vollgas.“
Im Weltcup führt damit nun Titelverteidiger Epaillard vor dem Niederländer Willem Greve und Richard Vogel als bestem deutschen Reiter. Daniel Deußer ist Siebter, Philipp Schulze Topphoff 15. und Patrick Stühlmeyer 18.
Im Großen Preis am Vorabend ging der Sieg an den Niederländer Frank Schuttert, der daraufhin frenetisch gefeiert wurde. Er war mit der 13 Jahre alten niederländischen Cardento-Tochter Isis unterwegs. Platz zwei sicherte sich im elf Paare zählenden Stechen überraschend Luke Dee aus Neuseeland mit dem zehn Jahre alten OS-Wallach Gangster WW vor dem Belgier Gilles Thomas mit dem elfjährgen Wallach Chuck Marienshof Z. Für Patrick Stühlmeyer ergab sich ein überaus ähnliches Bild wie im Weltcup, denn er wurde auch hier Vierter. Dieses Mal hatte er allerdings den zwölf Jahre alten OS-Wallach Conterno-Blue PS unter dem Sattel.
Alle Ergebnisse aus Amsterdam gibt es hier.
