Cicero Z van Paemel 26-jährig gestorben


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Cicero Z ist im Alter von 26 Jahren gestorben. (© Stoeterij van Paemel /Facebook)

Der 26 Jahre alte Hengst Cicero Z van Paemel ist tot. Er hinterlässt ein Erbe aus mehreren Top-Springpferden im internationalen Sport.

Für seine Besitzerfamilie Van Eeckhoudt in Belgien war es ein schwerer Schock, auch wenn der Hengst Cicero Z mit 26 Jahren ein durchaus stolzes Alter erreichte. Die Leiter des Stoeterij van Paemel mussten am Dienstag den Tod des Top-Vererbers bekanntgeben:

„Gestern brach uns das Herz, als wir die schmerzliche Entscheidung treffen mussten, dich gehen zu lassen. Der Tag, den wir am meisten gefürchtet und so lange wie möglich hinauszuzögern versucht hatten, war gekommen. Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um dir zu helfen, aber dieses Mal konnten wir nichts mehr tun.

Du hast wirklich überall, wo du hingekommen bist, einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Parcours. Deine wunderbare Persönlichkeit, dein erstaunlicher Charakter und deine sanfte Art haben jeden berührt, der dich kannte. Deine unendliche Sprungkraft, deine Flexibilität und deine vorbildliche Technik haben die Züchter in Ehrfurcht versetzt.

Von deinem ersten Grand-Prix-Sieg in Aalst über deinen Sieg bei den Sires of The World in Mechelen bis hin zum Six-Bars-Springen in Dublin. Von deiner Nations-Cup-Runde in Rom bis zum Weltcup in Mechelen. Und alles dazwischen. Du hast unser Leben zum Besseren verändert. Wir werden all diese unvergesslichen Momente in Ehren halten. Deinem Reiter Dirk Demeersman, der dich ebenfalls geliebt und sich sehr um dich gekümmert hat, sind wir auf ewig dankbar. Du hast ihm vertraut und Dirk hat immer an dich geglaubt, dir Chancen gegeben und der Welt gezeigt, wie großartig du bist. Eine echte Partnerschaft. Wir sind auch dem Team Zangersheide unendlich dankbar, dass es sich um dich gekümmert und dich nach dem vorzeitigen Ende deiner Sportkarriere mehrere Jahre lang zu einem der beliebtesten Zuchthengste der Welt gemacht hat.

Der größte van Paemel

Und natürlich sind wir allen Züchtern dankbar, die ihr Schicksal in deine Hände gelegt und einen oder mehrere deiner zahlreichen erfolgreichen Nachkommen gezüchtet haben. Nachkommen, in denen wir all deine Qualitäten sehen und an denen wir hoffentlich noch viele Jahre Freude haben werden.

Vielen Dank an alle, die Teil deiner schönen Geschichte waren! Es tröstet uns zu wissen, dass dein Vermächtnis in den Leben, die du berührt hast, und in den Nachkommen, die du gezeugt hast, weiterleben wird. Wir werden dich für immer in Ehren halten, Cice. Der größte van Paemel, der je gelebt hat.“

Abschiedsworte von Demeersmann 

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen bis auf ein paar Eckdaten. Cicero Z kam als Sohn des Carthago zur Welt. Seine Mutter ging über Randal Z auf Ramiro Z zurück. Eine aufregende Mischung, die Erfolg versprach, der sich auch einstellte. Von 2008 bis 2013 war Cicero Z mit Dirk Demeersmann unterwegs. Doch eine langwierige Verletzung bedeutete das Ende seiner Sportkarriere. Als Zuchthengst war er umso erfolgreicher. So geht beispielsweise die momentan hocherfolgreiche Stute Jarina von Pieter Devos auf Cicero zurück. Zudem ist er Vater von Calixte Heartbreaker (Alexander McLean) oder Bull Run´s Celestial (Kristen Vanderveen).

Auch sein Reiter Dirk Demeersmann verabschiedete sich auf seinen Social-Media-Kanälen:

„Letzte Woche bekam ich die Nachricht, dass es Cicero nicht gut geht. Dann ein paar Tage später die Nachricht, dass er gestorben ist. Er war ein fantastisches, talentiertes, ein sehr sensibles und schlaues Pferd. Es war mir auch eine Ehre, ihn fast sieben Jahre bei mir zu haben. Und ich möchte mich bei den Besitzern, Luc und Karin Van Eeckhoudt, für die schöne gemeinsame Zeit bedanken. Ich werde Cice nie vergessen. Er lebt in seinen vielen Nachkommen weiter.“

 


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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