Daniel Deußer und Otello de Guldenboom haben wieder ihre Klasse bewiesen und sich im Hauptspringen am Samstag vor die Konkurrenz gesetzt.
Daniel Deußer und Otello de Guldenboom, Sohn von Deußers einstigem Spitzenpferd Tobago Z, sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Und obwohl Otello nicht das schnellste aller Pferde ist, konnte Deußer am Freitagabend in Göteborg beim Weltcup-Turnier wieder einmal alles aus seiner derzeitigen Nummer eins herausholen. Das Paar zeigte bereits als dritte Starter in Göteborg, wie einfach der Parcours in 56,84 Sekunden bewältigt werden konnte. Daran bissen sich alle anderen die Zähne aus. Der zweite Platz ging an die Schwedin Petronella Andersson mit der zwölfjährigen Stute Odina van Klapscheut. Platz drei holte Malin Baryard-Johnsson mit ihrer 18-jährigen und nach wie vor topfitten Stute H&M Indiana.
„Ich habe nicht das schnellste Pferd, also habe ich nach Alternativen gesucht, wie ich besonders gut durch den Parcours komme. Ich habe ein paar Abkürzungen gesucht, ein wenig gezögert, aber schließlich habe ich es getan und es hat funktioniert. Otello war heute wirklich bei mir“, beschrieb Daniel Deußer nach seinem Sieg. Auch im Weltcup möchte er Otello einsetzen Man darf gespannt sein auf das Resultat der beiden.
In einem Springen über 1,45 Meter ritt Johanna Beckmann mit der 13 Jahre alten Holsteiner Stute Queen Frieda derweil auf den dritten Platz. Der Sieg ging hier an den Italiener Giampero Garofalo mit Lambrusco.
In der Dressur ritt die Dänin Carina Cassøe Krüth mit der 15 Jahre alten Stute Heiline´s Danciera zum Sieg im Weltcup-Grand Prix. Die beiden erreichten 74,044 Prozent. Krüth war ab 2024 über längere Zeit gesperrt nachdem es gemeinsam mit ihrem Trainer Andreas Helgstrand zu tierschutzrelevanten Szenen gekommen war. Die Dressurreiterin gab im Frühherbst 2025 ihr Comeback. Bereits Mitte November 2025 kam Töchterchen Tilde zur Welt.
Der zweite Platz ging an den Schweden Patrik Kittel mit Touchdown (73,565 Prozent) vor der Schwedin Maria von Essen mit Invoice (73,544 Prozent). Deutsche Teilnehmer sind hier nicht am Start.
