Es war ein haushoher Sieg, den Deutschland in Sharjah hinlegte – vor allem dank der Doppelnull und Sophie Hinners und David Will.
Deutschlands Springreiter haben einen famosen Start in die Nationenpreis-Saison hingelegt. Zwar zählt das CSIO4* in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht zu allerersten (Fünf Sterne) Liga. Dennoch ist der Sieg aller Ehren wert. Vor allem, wenn man bedenkt, mit welcher Souveränität er hingelegt wurde. Das Team war unter Leitung von Equipechef David Will angetreten, der zudem auch im Sattel unterwegs war. Er managte die Aufgabe perfekt. Im Sattel des elfjährigen Big Star-Sohnes Xixo Borgia blieb der Wahlhesse nämlich im erstern und zweiten Umlauf als Startreiter für Deutschland fehlerfrei.
Nicht weniger erfolgreich war Sophie Hinners in Sharjah unterwegs. Sie hatte den erst zehnjährigen niederländischen Wallach Lommers gesattelt. Mit David Will ist Sophie Hinners seit vielen Jahren eng vertraut, lernte sie ihn doch zunächst als Geschäftspartner ihres Lebensgefährten Richard Vogel kennen. Mittlerweile bilden Hinners, Vogel und Will gemeinsam ‚VW Equestrian‘ und sind ein mehr als eingespieltes Team. Auch das mag zum perfekten Zusammenspiel in diesem Nationenpreis beigetragen haben, wo auch Sophie Hinners eine Doppelnullrunde zeigte.
Tolle Mannschaftsleistung
Bei Maximilian Lill lief es mit dem elfjährigen Casallco’s George PS, der wie Xixo Borgia im selben Jahr im Gestüt Lewitz zur Welt kam, in Runde eins ebenfalls perfekt. In Runde zwei bildete er mit zehn Punkten das Streichergebnis. Doch trotz dieses kleinen Rückschlags war die Stellung des deutschen Teams von Anfang bis Ende komfortabel. In Runde eins hatte Schlussreiter Christian Ahlmann es mit dem elfjährigen Zangersheider Vigo d´Arsouilles-Sohn Vivario Jl Z etwas ruhiger angehen lassen und einen Zeitfehler kassiert. Mehr hatte er dann aber auch nicht zu tun, denn in der zweiten Runde mussten die beiden nicht mehr antreten. Deutschlands Sieg war bereits nach Sophie Hinners Null sicher. Selbst mit den zählenden zehn Punkten lag man uneinholbar vorn.
„Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, betonte David Will. „Christian hätte sein Pferd, das er noch nicht so lange hat, im ersten Umlauf gar nicht mehr reiten müssen, aber er wollte ihm Erfahrung geben. Das Pferd sah richtig gut aus. In der zweiten Runde konnte er ihn dann tatsächlich schonen. Wir sind sehr stolz auf unsere Pferde. Das war super!“
Platz zwei ging an die Vereinigten Arabischen Emirate (12 Punkte) vor dem Team aus Irland (20 Punkte).
Vor dem Nationenpreis hatte es noch ein Zwei-Phasen-Springen über 1,45 Meter gegeben. Hier siegte der Schwede Henrik von Eckermann mit der 15 Jahre alten Stute Glamour Girl. Christian Ahlmann erreichte mit dem erst neun Jahre alten Applebridge Tag Z Platz fünf. Sophie Hinners wurde mit dem elfjährigen Event de l´Heribus Siebte. Am Vortag hatte Christian Ahlmann einmal mehr als bester Deutscher mit dem zehnjährigen Sheeran von Codex One Platz vier belegt. Es siegte einmal mehr der Belgier Constant van Paesschen mit Diaz du Thot, die bereits am Freitag überzeugten. Maximilian Lill und Viverter PS wurden Siebte.
Alle Ergebnisse aus Sharjah gibt es hier.
