Es war nicht das Bornavirus oder ein anderes Virus, welches den Tod von Jessica von Bredow-Werndls Diallo nach sich zog.
Dressur-Vierfach-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihren Diallo. Sie berichtete in den vergangenen Tagen, dass ihr gesamtes ‚System zusammengebrochen ist‘ und sie hohes Fieber bekam. Dennoch ist es ihr ein Bedürfnis, die Reitsportcommunity zu informieren, was die Labore mittlerweile zur Todesursache des elfjährigen Hannoveraner Wallachs herausgefunden haben.
„Nach bisherigem Kenntnisstand können nun alle regional relevanten Viren (auch das Bornavirus!) ausgeschlossen werden. Nach Ausschluss weiterer Differentialdiagnosen ist eine unvorhersehbare Krankheitsursache, wie beispielsweise ein Infarkt im Gehirn, eine mögliche Ursache.“
Ganz sicher ist es also nach wie vor nicht, was dem als Kaderpferd ohnehin unter hervorragender und ständiger tierärztlicher Betreuung stehenden quasi von einer Stunde auf die andere zugestoßen ist. Es ist nicht abzusehen, ob es tatsächlich noch abschließend geklärt wird.
Ein Hirninfarkt, auch bekannt als Schlaganfall, ist bei Pferden sehr selten. Selbst renommierte Tierkliniken berichten nur von wenigen Fällen pro Jahr. Er kann sofort zu Symptomen wie Torkeln, Gleichgewichtsverlust, Koordinationsstörungen, Sehstörungen, Kopfschiefhaltung, Bewusstseinsveränderungen und neurologischen Ausfällen führen. Zu den möglichen Ursachen gehören ein Gefäßverschluss, eine Blutung durch Gefäßruptur, die Unterbrechung des Blutflusses in einer Hauptvene, aber auch Wurmlarven und Entzündungen in anderen Körperteilen, die streuen.
„Das lindert nicht meinen Schmerz, aber es ist mir ein Bedürfnis, diese neuen Erkenntnisse mit euch zu teilen“, erklärt Jessica von Bredow-Werndl die Gründe, ihre Community auf dem Laufenden zu halten.
