Silke Fütterer-Sommer, Hubertus Schmidth und Hans-Heinrich Meyer wurden in Frankfurt als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Bereits zum dritten Mal zeichnete die DOKR-Trainerakademie mit Unterstützung der Stiftung Deutscher Pferdesport herausragende Trainerpersönlichkeiten aus. Erstmals fand die Verleihung im festlichen Rahmen des Frankfurter Festhallenturniers statt. Die Auszeichnungen gingen an Reitmeister Hubertus Schmidt und Silke Fütterer-Sommer, die Bundestrainerin Para-Dressur.
Hubertus Schmidt Trainer des Jahres
Der Paderborner Hubertus Schmidt zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Dressursports. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen gehören Mannschaftsgold bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen mit Wansuela Suerte. Hinzu kommen weitere Teamtitel bei Europa- und Weltmeisterschaften. Insgesamt brachte Schmidt rund 70 Pferde in den internationalen Grand-Prix-Sport. Seine Schülerinnen feierten 2025 herausragende Erfolge: Katharina Hemmer gewann Mannschaftsgold bei der EM in Crozet, Anna Schölermann sicherte sich Einzelgold bei der U25-EM in Kronberg.
„Hubertus ist ein Pferdemensch in allen Bereichen, ein toller Vertreter der klassischen Reitlehre und ein Kollege von unschätzbarem Wert“, erklärte Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu in ihrer Laudatio. „Er war immer ein sehr fairer und respektierter Kollege und ist vor allem ein toller Ausbilder – sowohl für Pferde als auch für Reiter. Mit Hubertus im Team oder mit ihm auf Reisen zu sein, hat uns immer viel Spaß bereitet.“
Silke Fütterer-Sommer Trainerin des Jahres
Der rheinischen Grand Prix-Reiterin und -Ausbilderin Silke Fütterer-Sommer wurde ihr für ihre eigenen Erfolge 2007 das Goldene Reitabzeichen verliehen. Unter anderem ist sie Heimtrainerin von WM- und Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin und Europameisterin 2025 Regine Mispelkamp. In kürzester Zeit schaffte es Silke Fütterer-Sommer das deutsche Para-Dressurteam zurück an die Weltspitze zu führen. Der größte Erfolg: Mannschaftsgold bei der EM in Ermelo.
„Silke lebt ihre Trainertätigkeit aus vollem Herzen mit einer enorm großen Fachkompetenz, sozialer Empathie, Liebe zum Pferd und Reindenken in Pferd und Reiter. Sie begleitet uns Reiter mit viel Feingefühl und einer enormen Genauigkeit und hat stets das Pferdewohl im Blick“, betonte Regine Mispelkamp.
Ehrung für das Lebenswerk von Hans-Heinrich Meyer zu Strohen
Darüber hinaus wurde Nachwuchsbundestrainer Dressur Hans-Heinrich Meyer zu Strohen für sein Lebenswerk als Trainer geehrt. In der Saison 2025 feierte er mit seinen Schützlingen bei den Europameisterschaften in Le Mans und Kronberg einen großartigen Erfolg. Es gab Gold mit allen Nachwuchs-Mannschaften. Insgesamt erzielt er mit seinen Schützlingen bislang über 100 Goldmedaillen auf Europameisterschaften.
„Hans-Heinrich Meyer zu Strohen stellt für viele Talente im deutschen Dressursport durch seine fachliche Expertise und seine die Halle füllende Präsenz in besonderer Weise die Weichen. Seine Vita als Pferdemann gepaart mit seiner Trainer-Persönlichkeit wirkt stets beflügelnd und führt über Jahrzehnte hinweg zu herausragenden Erfolgen!“, heißt es in der Würdigung.
Über die Preisträger entschied eine Jury. Zu dieser gehörten der unter anderem Reitmeisterin Ingrid Klimke, Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu, der ehemalige Vielseitigkeits-Bundestrainer Hans Melzer, die Stiftungs-Vorsitzende Tanja Traupe, FN-Ausbildungsleiter Thies Kaspareit sowie der frühere Judo-Olympiasieger und DOSB-Ausbilder Frank Wieneke.
Bewertet wurden unter anderem besondere Verdienste im Sinne von Tierwohl, Fairplay und Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd, sportliche Erfolge der betreuten Athleten sowie außergewöhnliche Herausforderungen im Trainerhandeln.
