Der Tag beginnt traurig – und doch dürfen wir auf das lange Leben eines außergewöhnlichen Pferdes blicken: Goldfever.
Man hatte ein bisschen den Eindruck, als würde er immer da sein. In regelmäßigen Abständen posteten die Beerbaum Stables Videos und Fotos von einem für sein hohes Alter fitten Goldfever. Doch auch das längste und beste Pferdeleben hat einmal ein Ende. Goldfever verstarb nun in seinem Heimatstall in Riesenbeck im biblischen Pferdealter von knapp 35 Jahren. Am 6. Mai hätte er seinen 35. Geburtstag gefeiert.
Goldfever I FRH, wie er offiziell hieß, war ein Sohn des Grosso Z aus einer Galvano-Mutter. Gezüchtet hat ihn Sigurd Hochmuth aus Meerbeck, wo er 1991 geboren wurde.
Während seiner langen Karriere als Turnierpferd sammelte der Hannoveraner Hengst 2,3 Mio. Euro Preisgeld. Im Jahr 2000 gewann er mit nur neun Jahren Olympia-Teamgold in Sydney. Im selben Jahr und im Jahr darauf gewann er Gold bei den Deutschen Meisterschaften. Hinzu kam Team-Gold und Einzel-Silber bei den Europameisterschaften in Donaueschingen 2003 und EM-Teamsilber und Einzelbronze in Mannheim 2007. Hinzu kamen Siege im Großen Preis von Aachen in den Jahren 2002 und 2003 sowie in Calgary.
Seit 2009 im Ruhestand
2009 wurde Goldfever feierlich vor riesiger Kulisse im Alter von 18 Jahren beim CHIO Aachen aus dem Sport verabschiedet. 2010 erhielt er den Titel Hannoveraner Hengst des Jahres. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere im Jahr 2009 war er noch einige Zeit im Deckeinsatz der Hengststation Beerbaum aktiv und genoss in den letzten Jahren das Rentnerleben auf dem Hof in Riesenbeck. Zu seinem bekanntesten Nachkommen gehört die Stute Gotha FRH, mit der Ludger Beerbaum 2011 Team-Europameister wurde.
Nun verabschiedet sich Ludger Beerbaum mit emotionalen Worten von Goldfever: „Natürlich sind wir heute alle sehr traurig, dass Goldfever nicht mehr unter uns ist – aber wir blicken auch alle mit großer Dankbarkeit und ein bisschen Stolz auf die Erfolge und die gemeinsame Zeit zurück.“, betont Ludger Beerbaum.
Danke, Goldfever!
Beerbaums besonderer Dank gilt Marie Johnson, die Goldfever während seiner Zeit als Sportler betreut hat, und Petra Schmid, die sich bis heute jeden Tag um ihn kümmerte. Gemeinsam mit seiner Besitzerin Madeleine Winter-Schulze sagt das ganze Team der Beerbaum Stables „Danke Goldfever und mach’s gut!“
Wir schließen uns an und verneigen uns vor einem ganz besonderen Pferd! In seinen Nachkommen wird er weiterleben, durch seine Erfolge und vor allem seine einmalige Ausstrahlung und Lebensgeschichte hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern und Herzen der Pferdebegeisterten sicher!

Gänsehaut, beim Lesen des Textes…..schön, daß er so angenehme letzte Jahre hatte!!