Goldfever im Alter von knapp 35 Jahren verstorben


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Goldfever als Rentner mit Ludger Beerbaum und Pflegerin Marie Johnson. (© Beerbaum Stables/Instagram)

Der Tag beginnt traurig – und doch dürfen wir auf das lange Leben eines außergewöhnlichen Pferdes blicken: Goldfever.

Man hatte ein bisschen den Eindruck, als würde er immer da sein. In regelmäßigen Abständen posteten die Beerbaum Stables Videos und Fotos von einem für sein hohes Alter fitten Goldfever. Doch auch das längste und beste Pferdeleben hat einmal ein Ende. Goldfever verstarb nun in seinem Heimatstall in Riesenbeck im biblischen Pferdealter von knapp 35 Jahren. Am 6. Mai hätte er seinen 35. Geburtstag gefeiert.

Goldfever I FRH, wie er offiziell hieß, war ein Sohn des Grosso Z aus einer Galvano-Mutter. Gezüchtet hat ihn Sigurd Hochmuth aus Meerbeck, wo er 1991 geboren wurde.

Während seiner langen Karriere als Turnierpferd sammelte der Hannoveraner Hengst 2,3 Mio. Euro Preisgeld. Im Jahr 2000 gewann er mit nur neun Jahren Olympia-Teamgold in Sydney. Im selben Jahr und im Jahr darauf gewann er Gold bei den Deutschen Meisterschaften. Hinzu kam Team-Gold und Einzel-Silber bei den Europameisterschaften in Donaueschingen 2003 und EM-Teamsilber und Einzelbronze in Mannheim 2007. Hinzu kamen Siege im Großen Preis von Aachen in den Jahren 2002 und 2003 sowie in Calgary.

Seit 2009 im Ruhestand

2009 wurde Goldfever feierlich vor riesiger Kulisse im Alter von 18 Jahren beim CHIO Aachen aus dem Sport verabschiedet. 2010 erhielt er den Titel Hannoveraner Hengst des Jahres. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere im Jahr 2009 war er noch einige Zeit im Deckeinsatz der Hengststation Beerbaum aktiv und genoss in den letzten Jahren das Rentnerleben auf dem Hof in Riesenbeck. Zu seinem bekanntesten Nachkommen gehört die Stute Gotha FRH, mit der Ludger Beerbaum 2011 Team-Europameister wurde.

Nun verabschiedet sich Ludger Beerbaum mit emotionalen Worten von Goldfever: „Natürlich sind wir heute alle sehr traurig, dass Goldfever nicht mehr unter uns ist – aber wir blicken auch alle mit großer Dankbarkeit und ein bisschen Stolz auf die Erfolge und die gemeinsame Zeit zurück.“, betont Ludger Beerbaum.

Danke, Goldfever!

Beerbaums besonderer Dank gilt Marie Johnson, die Goldfever während seiner Zeit als Sportler betreut hat, und Petra Schmid, die sich bis heute jeden Tag um ihn kümmerte. Gemeinsam mit seiner Besitzerin Madeleine Winter-Schulze sagt das ganze Team der Beerbaum Stables „Danke Goldfever und mach’s gut!“

Wir schließen uns an und verneigen uns vor einem ganz besonderen Pferd! In seinen Nachkommen wird er weiterleben, durch seine Erfolge und vor allem seine einmalige Ausstrahlung und Lebensgeschichte hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern und Herzen der Pferdebegeisterten sicher!


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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