Großer Preis von Münster überschattet von Verletzung von Katrin Eckermanns Casa Blue


Bild vergrößern Katrin Eckermann und Casa Blue im vergangenen Jahr. Wir hoffen das Beste für die Stute.

Katrin Eckermann und Casa Blue im vergangenen Jahr. Wir hoffen das Beste für die Stute. (© S. Lafrentz)

So richtig Freude kam nicht auf bei Hans-Thorben Rüder nach seinem Sieg im Großen Preis von Münster mit Courage.

Dass der krönende Abschluss eines stimmungsvollen Turniers in Münster zu Jahresbeginn einen solchen Ausgang nehmen würde, konnte keiner ahnen. Doch am Ende waren alle Gedanken bei Katrin Eckermann und der elfjährigen Casallco-Tochter Casa Blue PS. Die beiden waren wie sieben andere ins Stechen um den Sieg im Großen Preis eingezogen. Dort nahm das Unglück seinen Lauf, als die OS-Stute stolperte und nicht mehr auftreten konnte.

Nach der Erstversorgung durch die Tierärzte im Parcours, konnte Casa Blue hinausgeführt werden. Dort wurde dann der Transport in die Tierklinik Telgte vorbereitet. Zuschauer wie Reiter gleichermaßen verharrten einige Minuten in Stille bis zum Abtransport der Stute. Alle hoffen nun auf positive Neuigkeiten aus der Klinik. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings noch nichts bekannt. Wir halten euch auf dem Laufenden …

Der Sieg ging am Ende an Hans-Thorben Rüder auf der 16 Jahre alten Captain Fire-Tochter Courage. In 34,42 Sekunden waren sie knapp schneller als Johannes Ehning und die 13 Jahre alte Mylord Carthago-Tochter Classic Donna in 34,45 Sekunden. Platz drei sicherten sich Katrin Müller und die ebenfalls dreizehnjährige Beauty Queen Z.

Die Stimmung bei der Siegerehrung war verständlicherweise gedrückt. Alle dachten in diesem Moment vielmehr an Katrin Eckermann und Casa Blue als an ihre eigene Platzierung. Dennoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass Hans-Thorben Rüder nach 15 Jahren erneut in Münster siegreich war.

„Auf diesen zweiten Sieg nach so langer Zeit bin ich schon sehr stolz“, betonte Rüder. „Insbesondere bei einem Turnier, das für uns seit Wochen Thema ist und das wir alle kennen und lieben.“

Auch Oliver Schulze Brüning, dem Vorsitzenden des Reiterverbandes Münster, ging selbstverständlich das Unglück von Katrin Eckermanns Pferd nahe. „Das lässt niemanden kalt, aber es kommt in unserer Sportart sehr, sehr selten vor.“. Abgesehen von diesem Ereignis zog er dennoch ein positives Fazit. „Wir hatten fünf Tage eine sehr freudige Stimmung.“

Alle Ergebnisse aus Münster gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
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Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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