Hongkong: Roger Yves Bost gewinnt Großen Preis – und Richard Vogel noch ein Springen


Bild vergrößern Roger Yves Bost und Ballerine du Vilpion ritten heute zum Sieg im Großen Preis von Hongkong (Archivbild Basel 2026).

Roger Yves Bost und Ballerine du Vilpion ritten heute zum Sieg im Großen Preis von Hongkong (Archivbild Basel 2026). (© S. Lafrentz)

Der Altmeister Roger Yves Bost war am Ende beim Fünf-Sterne-Turnier in Hongkong der große Sieger. Aber auch Richard Vogel durfte sich freuen.

Was hat der französische Springreiter Roger Yves Bost, genannt ‚Bosti‘, in seiner langen Karriere nicht schon alles an Erfolgen feiern dürfen. Der mittlerweile 60-Jährige holte 2016 Team-Gold bei den Olympischen Spielen in Rio. Auch 1996 war er bei Olympia in Atlanta dabei. Hinzu kommt Gold bei den Weltreiterspielen 1990 mit dem französischen Team, sowie zweimal Silber 1994 und 1998. Bei der Europameisterschaft in Herning 2013 holte Bosti lang ersehntes Einzelgold mit Myrtille Paulois. Neben Olympiasieger Sydney Une Prince, Weltmeister Norton de Rhuys, Souviens Toi III und Ideal de la Loge war sie eines seiner Top-Pferde.

So wie jetzt die natürlich ebenfalls französische Stute Ballerine du Vilpion, 15 Jahre alt und vom legendären Baloubet du Rouet abstammend. Mit war Roger Yves Bost am Freitag schon Dritter, als Hansi Dreher mit Cous Cous den Sieg nach Hause brachte. Heute setzten die beiden noch einmal gewaltig einen drauf – und die Freude bei Bost war schlussendlich riesengroß.

Zehn Paare hatten insgesamt das Stechen erreicht. Fehlerfrei blieben lediglich vier von ihnen. Nicht darunter waren Richard Vogel und Cloudio, die sich aber dennoch mit Platz sechs über eine Top-Platzierung freuen durften. Vogel musste mit dem zwölfjährigen Holsteiner-Schimmel von Casall als erster ins Stechen und riskierte vielleicht ein bisschen zu viel. Aber so macht man das eben als erster Starter mit Siegambitionen. Genau wie der Europameister hatte auch Hansi Dreher mit seinem ebenfalls aus der Holsteiner Zucht stammenden Schimmel Cous Cous von Cachas einen Abwurf. Es wurde damit Platz acht.

Lange nichts gewonnen

Vorne ging derweil die Post ab und Roger Yves Bost zeigte mit seiner Stute, dass er längst nicht zum alten Eisen gehört. In 34,94 Sekunden fegten die beiden durchs Ziel. Und das war bis zum Ende unschlagbar. Auch für Simon Delestre nicht, der mit dem zehnjährigen Diamant de Semilly-Sohn Golden Boy DK als Schlussreiter nochmal zum Angriff blies. 35,21 Sekunden bedeuteten Platz zwei für das Paar aus Frankreich.

Hinter den beiden ganz vorn aus dem Equipe Tricolore ritt der in den vergangenen Wochen hocherfolgreiche Norweger Johan-Sebastian Gulliksen mit dem 14 Jahre alten niederländischen Wallach Equine America Harwich VDL von Arezzo VDL auf Platz drei in 37,60 Sekunden. Die vier Doppelnuller komplettierten der Brite Sameh el Dahan und der zwölfjährige belgische Hengst Oscar-A.

„Ich habe schon so lange nichts mehr auf Fünf-Sterne-Niveau gewonnen“, freute sich Roger Yves Bost. „Das hier ist ein unglaublich schöner Tag. Ich bin meinem Pferd unendlich dankbar. Sie hat sich über die ganzen Tage in Hongkong grandios präsentiert. So kann das Jahr weitergehen.“

Noch ein Sieg für Vogel

Doch auch Richard Vogel und Phenyo van de Keysersbos hatten noch längst nicht genug mit Siegen nach dem gestrigen Erfolg.

Der Europameister und sein elf Jahre alter belgischer Hengst kamen in einem Springen nach Fehlern und Zeit in großartigen 45,82 Sekunden ins Ziel. Das war der Sieg vor  dem Belgier Koen Vereecke mit Quinoa de la Liniere (47,42 Sekunden) und der Niederländerin Sanne Thijssen auf Cum Laude in 48,40 Sekunden. Michael Viehweg und der elfjährige Wallach Cyrill ritten auf Platz sechs. Der erst 20 Jahre alte sicherte sich mit dem 14 Jahre alten irischen Wallach Rossmount Flamenco Platz sieben vor Hansi Dreher und Harley de la Cense.

Alle Ergebnisse aus Hongkong gibt es hier.


Alexandra Koch Freie Journalistin
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Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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