Im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung siegte heute ein besonderes Paar mit großem Abstand zum Rest der Konkurrenz.
Der zehnjährige DSP-Wallach Diamante Negro von De Lorean ist ein Pferd, dem scheinbar nichts schwerfällt. Das betont auch seine Reiterin Juliane Brunkhorst immer wieder: „Er hat immer alles, was in seiner Altersklasse verlangt wird, mühelos abgeliefert.“ Neumünster scheint dem dunkelbraunen Wallach dabei besonders zu liegen: Bereits 2024 konnte er beide Prüfungen der CDI1*-Tour für sich entscheiden. Schon seit vier Jahren wird er von Brunkhorst gefördert.
Nun setzten sich die beiden mit 73,040 Prozent setzte sich das Paar mit großem Vorsprung an die Spitze des Starterfeldes in der Qualifikation zum Championat der Pferdestadt Neumünster. Zweite wurden Nicole Wego-Engelmeyer und der zwölfjährige DiCaprio OLD von Dimaggio mit 70,480 Prozent. Dritte wurden Felix Kneese und der 16 Jahre alte San Simeon OLD mit 69,240 Prozent.
„Es war ein sehr entspanntes Abreiten. Er hat nicht geschwitzt und war total bei mir. Er hat keine Probleme mit der Atmosphäre hier und war komplett fokussiert“, berichtete Profi-Ausbilderin Brunkhorst nach ihrem Ritt. „Ich freue mich wirklich sehr über den Ritt heute, die Prozente und natürlich den Sieg. Ich habe in der Vorbereitung ein paar Kleinigkeiten verändert, vor allem um die Balance in der Piaffe-Passage-Tour zu verbessern, speziell in der Piaffe. Heute hat er das gemacht wie ein Profi – mit so viel Sicherheit, Vertrauen und Leichtigkeit. Es war fast so, als würde er sagen: ,Lass mich mal machen, dann geht das schon.‘ Ich bin ganz, ganz stolz auf ihn. Gerade wenn man bedenkt, dass es erst sein dritter Grand Prix war.“
Hannes Huthwelker gewinnt Quali beim HGW-Bundesnachwuchschampionat
Voll zur Sache geht es für den springreitenden Nachwuchs in Neumünster zwar erst morgen, aber Hannes Huthwelker darf sich schon einmal über einen Sieg und die gute Ausgangposition freuen. Mit dem elfjährigen Quality Time-Sohn Quinn aus der OS-Zucht setzte er sich vor Lutz Gripshöver jr. mit dem erst achtjährigen Cornet Royal von Cornet Obolensky durch. Platz drei ging an Sebastian Könemann und den bereits 18 Jahre alten Cristobal.
Spannung über Naturhindernisse
Bei einem Springen über Naturhindernisse gab es besonders viel Jubel des Publikums und Toben auf den Rängen. Am Ende war es Paula de Boer-Schwarz, die mit ihrem neunjährigen Holsteiner Semian das 21. Indoor-Eventing gewann.
Platz zwei ging an die zweifache Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit ihrer erfahrenen Stute Siena Just Do It. Platz drei in der Zwei-Phasen-Springprüfung über Naturhindernisse sicherte sich Rebecca-Juana Gerken mit Fame vor Heike Jahncke auf Olimond’s Quibelle OLD. Bemerkenswert: Paula de Boer-Schwarz ist eigentlich im Springsattel unterwegs. Noch ein Multitalent also.
„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sprudelte es aus der überglücklichen Siegerin heraus. „Ich wollte unbedingt mitreiten, weil diese Prüfung so viel Spaß macht und die Stimmung einfach immer großartig ist. Semian war jetzt zum dritten Mal hier am Start und macht das jedes Jahr super. Er hat einen riesigen Galopp – aber dass er hier so schnell sein kann, hätte ich wirklich nicht gedacht. Der Parcours lag ihm offensichtlich sehr.“
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