Sowohl die aktuelle Europameisterin der Vielseitigkeitsreiter als auch Dressurreiterin Valentina Truppa haben ein bedeutendes Pferd verloren.
Für Laura Collett, aktuelle Europameisterin der Vielseitigkeitsreiter mit London, war Mr. Bass ein Pferd, das sie über viele Jahre durch ihre Karriere begleitete. 2015 wurden die beiden Weltmeister der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde. Der 2008 geborene Holsteiner von Züchter Heinz Henning Tremsbüttel setzte seine Karriere ein Jahr später auf CCI4*-S-Niveau fort, wurde beispielsweise Zweiter in Blenheim in der Konkurrenz der Sieben- und Achtjährigen. Bei seinem Fünf-Sterne-Debüt in Luhmühlen kam er ebenfalls auf Platz zwei. 2019 erlitt er in Badminton eine Sehnenverletzung, von der er sich zunächst vollständig erholte, dann jedoch wieder daran laborierte. Deshalb wurde der Wallach 2021 aus dem Sport genommen. Bei 26 Starts auf Vier-Sterne-Niveau platzierte er sich 16 Mal in den Top Ten.
Zuhause war Mr. Bass einfach nur ‚Chuck‘, ein geliebter Freund von Laura Collett. Nun musste sie seinen Tod im Alter von nur 18 Jahren bekanntgeben. „Vergangene Nacht musste ich den schwersten Abschied meines Lebens nehmen … Mach´s gut, Chuck. Danke für all die wundervollen Momente“, schrieb sie auf ihren Social Media Accounts.
Auch Dressurreiterin Valentina Truppa muss Abschied nehmen von jenem Pferd, das ihre frühe Karriere prägte. Bereits 2017 war der dänische Warmblut-Wallach aus dem Sport verabschiedet worden. Daraufhin hatte er einen langen Ruhestand genießen dürfen. 2006 gewannen die beiden Einzelgold bei der EM der jungen Reiter, ein Jahr später wurde es Einzelbronze. 2008 debütierten sie im Grand Prix. Es folgten mehrere Erfolge. 2016 dann der Höhepunkt ganz zum Schluss: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Mit 29 Jahren ist Chablis nun nach einem erfüllten Pferdeleben gegangen.
„Ich habe dich so geliebt, du hast mich nie im Stich gelassen und ich kann dafür nur danke sagen“, so Truppa.

