Die FN befasste sich in dieser Woche intensiv mit der Ausbildung, dem Einsatz und dem Leistungsvergleich junger Pferde.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat sich Anfang Februar im Rahmen eines Jungpferdegipfels intensiv mit der Ausbildung, dem Einsatz und dem Leistungsvergleich junger Pferde auseinandergesetzt. Vertreterinnen und Vertreter aus Zucht, Sport, Ausbildung, Veterinärmedizin und Richterwesen diskutierten gemeinsam mit FN-Präsident Prof. Martin Richenhagen und Vorstandsvorsitzendem Dr. Dennis Peiler über bestehende Anforderungen und mögliche Weiterentwicklungen.
Im Zentrum stand die seit Jahren kontrovers geführte Frage, wie und unter welchen Bedingungen drei- und vierjährige Pferde erstmals im öffentlichen Leistungsvergleich vorgestellt werden sollten. Konsens war, dass altersgerechtes Reiten selbstverständlicher Bestandteil einer langfristig gesunderhaltenden Ausbildung ist. Belastung und Stress müssten aber weiter reduziert werden.
Der Gipfel fokussierte sich daher auf die Ausgestaltung der Anforderungen für dreijährige Pferde. Ziel ist es, die Ausbildung stärker in den Vordergrund zu rücken und Überforderung konsequenter zu vermeiden. „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits wichtige Schritte unternommen und uns kontinuierlich weiterentwickelt. Unser Anspruch muss aber sein, noch besser zu werden. Dafür ist eine hohe Veränderungsbereitschaft auf allen Ebenen erforderlich“, so Dr. Dennis Peiler.
Zur weiteren Ausarbeitung setzt die FN kurzfristig eine interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppe ein, die zeitnah konkrete Vorschläge erarbeiten soll. Parallel dazu sollen einzelne Maßnahmen bereits angestoßen und anschließend kontinuierlich evaluiert werden.
„Wir nehmen uns zum einen die erforderliche Zeit, um die gesamte Jungpferdeausbildung und Präsentation auf den Prüfstand zu stellen. Zum anderen werden wir geeignete Maßnahmen direkt auf den Weg bringen. Sie werden deutliche Veränderungen mit sich bringen“, betonte Dr. Dennis Peiler. Bereits umgesetzt wurden in den vergangenen Jahren mehrere Anpassungen, darunter die Abschaffung des Fremdreitertests bei dreijährigen Reitpferden, verkürzte Aufgaben und reduzierte Belastungen. Zuletzt wurde etwa das „Tritte verlängern“ aus den Aufgaben für Dreijährige gestrichen.
