Erst 15 Jahre ist Hannes Huthwelker alt und schon Sieger im HGW Bundesnachwuchschampionat der Springreiter.
Es ist ein Termin, der im Kalender der Nachwuchs-Springreiter rot angestrichen ist. Eine Nominierung für das HGW Bundesnachwuchschampionat ist für alle mit einer riesengroßen Anerkennung gleichzusetzen. Und wenn es dann am Tag X noch ganz nach vorn geht, gibt es kaum etwas Schöneres. Genau solch einen Traum durchlebt Hannes Huthwelker seit gestern. Der erst 15 Jahre alte Springreiter aus Westfalen ist der neue Sieger im HGW Bundesnachwuchschampionat. Mit einer Gesamtpunktzahl von 18,0 sicherte er sich den Titel vor Mette Demmler (17,3 Punkte) und Frieda Heinrich (17,2 Punkte).
Die vier besten Paare – Marie Schlienkamp, Frieda Heinrich und Hannes Huthwelker (allesamt aus Westfalen) sowie Mette Demmler (Hannover) – qualifizierten sich für den entscheidenden zweiten Umlauf. Dort wartete der Pferdewechsel: Nach nur wenigen Probesprüngen auf den zugelosten Pferden und kurzer Rücksprache mit dem Bundestrainer ging es direkt in den Finalparcours.
Marie Schlienkamp, im Vorjahr Zweitplatzierte, eröffnete den Umlauf auf Quinn, dem Wallach ihres Konkurrenten Huthwelker. Die Richter lobten insbesondere ihren gefestigten, geschmeidigen Grundsitz. Frieda Heinrich folgte mit Can Jump und überzeugte ebenfalls: „Super feines Reiten, das sah alles leicht und geschmeidig aus. Du bist mit dem fremden Pferd sehr gut zurechtgekommen“, lautete das Jury-Fazit. Heinrichs Pferd Bee Gee wurde anschließend von Mette Demmler übernommen. Trotz des völlig anderen Pferdetyps präsentierte die Nachwuchsreiterin eine souveräne Runde und setzte sich zunächst an die Spitze.
Als letztes Paar gingen Hannes Huthwelker und Celino von Marie Schlienkamp in den Parcours. Stilistisch sicher, rhythmisch und fehlerfrei lieferten sie ab. „Das erste Mal auf diesem Pferd, der Parcours ist nicht einfach – du verdienst den Titel“, urteilten die Richter.
„Ich bin sehr glücklich, dass unser Plan so aufgegangen ist und wir beide Runden gewinnen konnten. Quinn war in Topform und hat schon im letzten Jahr tolle Runden gezeigt. Natürlich hofft man darauf, dass es klappt – aber dass es wirklich so funktioniert, macht uns mega glücklich“, freute sich Hannes Huthwelker. „Im Pferdewechsel waren wirklich tolle Pferde unterwegs, die alle super mitgemacht haben. Ich glaube, es hat geholfen, dass sie die Halle schon kannten. Wir hatten ein paar Minuten zum Reiten und um uns die Pferde hineinzufühlen – das war wichtig, um die Hilfen richtig einzusetzen.“
Teil der Jury war unter anderem Springreiter Tim Rieskamp-Goedeking, selbst früher Teilnehmer des Championats: „Gerade die vorn Platzierten haben ihren Rhythmus am besten gefunden und den Parcours optimal eingeteilt. Das ist heute entscheidend.“ Den besonderen Wert der Prüfung sieht er vor allem im Pferdewechsel: „Die zweite Runde zeigt noch einmal viel deutlicher, ob wir wirklich einen guten Reiter sehen – oder nur ein gutes Team. Genau darin liegt der Reiz dieser Prüfung.“
Das komplette Ergebnis gibt es hier.


