Was für ein Tag für Europameister Richard Vogel! Zunächst mit Cloudio noch knapp von Kevin Staut geschlagen, sicherte er sich schließlich den Sieg mit Phenyo van het Keysersbos.
Diesen Tag wird Europameister Richard Vogel wohl etwas länger im Gedächtnis bleiben. Nachdem er schon im vergangenen Jahr in Hongkong kräftig absahnte, scheint er dies nun wiederholen zu wollen.
Am heutigen Samstag war er zunächst mit dem zwölfjährigen Holsteiner Casall-Sohn Cloudio in einem Springen nach Fehlern und Zeit über 1,50 Meter unterwegs. Dabei lief es bestens – mit einem winzigen Schönheitsfehler. Denn die 55,11 Sekunden, die zunächst ziemlich unschlagbar wirkten, konnten am Ende doch geschlagen werden. Der Franzose Kevin Staut lieferte mit der zehnjährigen Kannan-Tochter Kannonqulan eine noch schnellere Runde ab in 54,34 Sekunden. Dritter wurde der Norweger Johan-Sebastian Gullicksen im Sattel des 14 Jahre alten niederländischen Wallachs Equine America Harwich VDL.
Sieg mit Phenyo
Doch damit war das Ende der Fahnenstange an diesem Tag noch nicht erreicht. Es gab schließlich das eigentliche Hauptspringen, welches am Abend über 1,55 Meter ausgetragen wurde. Zehn Paare qualifizierten sich für Runde zwei. Fünf von ihnen nahmen schon einen Abwurf mit. Nicht so Richard Vogel mit dem elfjährigen Hengst Phenyo van het Keysersbos aus der belgischen Zucht. Er gehörte zu den fünf Nullern und ganz zum Schluss führte er die nur drei Doppelnuller an.
Dabei war auch das Glück an seiner Seite, denn als letzer Starter hatte er zwar durchaus Druck, konnte aber auch die anderen Reiter ausgiebig beobachten. „Zum Glück war ich heute der letzte Starter in der zweiten Runde. So konnte ich mir meine Konkurrenten genau ansehen und wusste, wo ich Zeit sparen musste. Am Ende hat sich alles ausgezahlt. Das war für mich das Ende eines super Tages mit Cloudio und Phenyo“, freute sich Vogel.
Platz zwei ging an Zascha Nygaard aus Dänemark mit der zehnjährigen DSP-Stute Com’on Miss Ogano. Sie war mi ihren 34,48 Sekunden nah dran in Runde zwei, doch Richard Vogels 34,23 Sekunden waren dann eben doch den entscheidenden Hauch schneller. Platz drei holte Simon Delestre mit seinem zehnjährigen Schimmelhengst Gatsby du Tillard. Über Platz vier freute sich ein weiteres deutsches Paar: Hansi Dreher und der 14 Jahre alte Holsteiner Cous Cous. Die beiden hatten in Runde zwei einen Abwurf.
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