Man mag es ja kaum glauben, dass Richard Vogel schon wieder einen Sieg einheimsen konnte – und was für einen im Großen Preis von Wellington!
Der Große Preis in Wellington auf Fünf-Sterne-Niveau diese Woche war mit 500.000 Dollar dotiert. Natürlich trifft sich bei solch einer Summe in jedem Fall die US-Elite im Springsattel und auch so mancher Reiter aus Übersee. Richard Vogel und der zehnjährige französische Hengst von Kannan hatten es daher mit gehöriger Konkurrenz zu tun. Nach einem hervorragenden fehlerfreien Umlauf ging es ins Stechen, wo sich unter anderem Olympiasieger Ben Maher, die fixe Französin Nina Mallevaey und der soeben auf Platz zwei der Weltrangliste verdrängte Kent Farrington tummelten. Und sie alle waren – nebst vier weiteren Paaren heiß auf den Sieg.
Das galt auch für Richard Vogel und Gangster. Denn obgleich die beiden erst seit vergangenem Spätsommer ein Paar sind, haben sie doch Erfolge in Reihe erreicht. Dazu gehören Siege in St. Tropez, Barcelona und in Lyon. 42,65 Sekunden standen für die beiden am Ende ihrer Runde in Wellington zu Buche. Die Freude bei Richard Vogel war groß. „Gangster ist grandios gesprungen!“

Richard Vogel und Gangster Montdesir auf dem Weg zum Sieg in Wellington (© Sportfot/Wellington International)
Dennoch war einer weitaus schneller, nämlich Kent Farrington, der mit seiner Stute Greya schon lange als Seriensieger bekannt ist. 40,43 Sekunden standen für die beiden zu Buche. Aber den einen Abwurf gab es eben doch. Deshalb wurde es an diesem Tag nur Platz fünf für den ehrgeizigen Farrington und die zwölfjährige Oldenburger Colestus-Tochter.
Platz zwei für Maher vor Mallevaey
Die Paare, die den Parcours fehlerfrei bewältigten, kamen allesamt nicht an die Zeit von Vogel und Gangster heran. Der Weltranglisten-Dritte Ben Maher benötigte mit Enjeu de Grisien 42,95 Sekunden für den Ritt ins Ziel. Nina Malleveay kam mit Dynastie de Beaufour nach 43,37 Sekunden nach Hause und die US-Amerikanerin Lillie Keenan mit Argan de Beliard nach 44,56 Sekunden.
„Wir kennen uns noch nichtlange, aber Gangster und ich hatten sofort einen superguten Draht zueinander“, freute sich Europameister Richard Vogel. „Gangster hat sich unheimlich schnell entwickelt und ist ein echter Kämpfer. Ich könnte mir kein besseres Pferd wünschen. Er ist eine Riesenunterstützung für United Touch. In unseren bisher vier Fünf-Sterne Prüfungen ist er immer fehlerfrei gesprungen. Ich bin sehr gespannt auf unsere Zukunft!“
In jedem Fall kann man jetzt schon Richard Vogel zum nächsten hocherfolgreichen Wochenende des Jahres beglückwünschen, nachdem eine Woche zuvor Phenyo und Cloudio in Hongkong zwei Siege, Platz zwei und einen sechsten Platz im Großen Preis holten.
Das komplette Ergebnis aus Wellington gibt es hier.
