Sicherheitskonzept in München-Riem wird verschärft


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Die FN äußert sich zu tierschutzrelevanten Vorfällen bei Sichtungsturnier. (© FN)

Nach den Vorfällen bei der Preis-der-Besten-Sichtung in München-Riem wird weiter ermittelt und bessere Sicherheitskonzepte geprüft.

In der Nacht zum Sonntag ist es auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem außerhalb des regulären Trainings- und Turnierbetriebs zu tierschutzrelevanten Vorfällen im Stallbereich gekommen. Nach Angaben der Verantwortlichen ermittelt die Kriminalpolizei München wegen des Verdachts strafbarer Handlungen durch bislang unbekannte Personen.

Als Konsequenz aus den Ereignissen wird das bestehende Sicherheitskonzept der Anlage nachgeschärft. „Wir werden alles tun, damit sich Pferde und Pferdefreunde so sicher wie möglich fühlen und der Zutritt zukünftig noch stärker kontrolliert wird“, betonte Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes (BRFV). Er zeigte sich zugleich erleichtert, dass es den betroffenen Ponys nach bisherigen Kenntnissen und Untersuchungen durch die Tierärzte gut geht. Nach Einschätzung des behandelnden Tierarztes vor Ort, seien nach aktuellem Stand keine Folgeschäden zu erwarten. „Unser Hauptaugenmerkt gilt dem Wohl der Kinder und Jugendlichen sowie den betroffenen Ponys und den Betreuern und Eltern, die zu Gast auf der Olympia Reitanlage waren.“

Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), appellierte an die Öffentlichkeit, die laufenden Ermittlungen abzuwarten. Es sei nachvollziehbar, dass die Vorfälle auf großes Unverständnis stoßen und eine konsequente Ahndung gefordert werde. Die vollständige Aufklärung und rechtliche Bewertung liege jedoch in der Verantwortung der zuständigen Ermittlungsbehörden.

Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar. Am frühen Sonntagmorgen wurden bei mehreren Ponys unterschiedliche Auffälligkeiten festgestellt. Nähere Angaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht. Es gibt jedoch mittlerweile in den Medien Zeugenaussagen.

Die Tiere waren im Rahmen der bayerischen Sichtung zum „Preis der Besten“ auf der Anlage untergebracht. Die Veranstaltung wurde am Sonntagmorgen infolge der Geschehnisse abgebrochen.


Alexandra Koch Freie Journalistin
Alle Artikel von Alexandra Koch

Seit über 15 Jahren arbeitet Alexandra Koch (Jahrgang 1983) als freiberufliche Journalistin. Durch ihre Tätigkeit für zahlreiche Fachmagazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet die studierte Kulturwissenschaftlerin ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrer lebenslangen Liebe zum Schreiben. Noch bevor sie zur Schule ging, war schließlich kein Lesestoff vor ihr sicher und jedes Pony wurde ausgiebig geherzt. Mit News, Interviews, Reportagen sowie Hintergrundberichten ist sie heute vielfältig unterwegs. Ebenso begeistert sie sich für Reisen mit kleinen und großen Abenteuern (wie ihre Spitzbergen-Tour im Winter 2025) und für die Arbeit an ihrem ersten Roman.

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