Wie sehen die Wege nach Aachen in den sechs Disziplinen aus, welche bei der WM vertreten sind? Das gab nun die FN bekannt.
Dass die Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Aachen bei allen Nationen hoch im Kurs stehen, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Weltreiterspiele 2006 vor genau 20 Jahren sind bei vielen der potenziellen Teilnehmer auf die eine oder andere Weise präsent. Teilweise, weil sie damals am Rande mitfieberten und ihre Idole anfeuerten. Nun machen sie sich selbst auf den Sichtungsweg für einen Platz im deutschen Team. Und der sieht für jede Disziplin ein bisschen anders aus. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gab heute einen Überblick, welche Wege nach Aachen führen. Und wie bei Rom sind es viele.
Dressur
In der Dressur ist die Deutsche Meisterschaft in Balve eine solche Sichtung. Wer sich Chancen ausrechnet, bei der WM in Aachen an den Start zu gehen, der sollte vom 4. bis 7. Juni im Sauerland in Balve starten. Ebenfalls eine Sichtung ist der Nationenpreis vom 1. bis 5. Juli auf dem Hof Kasselmann in Hagen a.T.W. Der Ausschuss Dressur nominiert in Abstimmung mit Bundestrainerin Monica Theodorescu anschließend, wer bei der WM in Aachen an den Start geht.
Para-Dressur
Auch die Para-Dressurreiter haben eine Pflicht-Sichtung in Balve. Der Beirat Para-Dressur des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat zudem einen Sichtungsweg für die Teilnahme an der WM mit verschiedenen Stationen beschlossen. Von diesen Turnieren müssen mindestens drei Sichtungen geritten werden. Auch das Turnier in Aachen vom 8. bis 11. April ist eine Pflicht-Sichtung. Es folgen die Turniere in Waregem/BEL vom 25. bis 26. April und das Maimarkt-Turnier in Mannheim vom 1. bis 5. Mai. Eine weitere Sichtung ist vom 25. bis 28. Juni das Turnier in Stadl-Paura. Der Beirat und Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer nominieren im Anschluss die Teilnehmer für die WM in Aachen.
Springen
Keine feste Station, sondern einen individuell mit Bundestrainer Otto Becker abgesprochenen Sichtungsweg haben die Springreiter. Otto Becker entscheidet spätestens am 27. Juli, dem definitiven Nennungsschluss für alle Disziplinen für die WM, wer in Aachen dabei ist.
Vielseitigkeit
In der Vielseitigkeit hat sich der individuelle Sichtungsweg des vergangenen Jahres bewährt. Deshalb geht es auch 2026 auf diese Weise weiter. Zwei Starts mit einem erfolgsversprechendem Ergebnis in CCI4*/CCI5* nach eigener Wahl sind Pflicht. Die Turniere fallen unterschiedlich ins Gewicht, je nach Anspruch und Starterfeld. Zudem empfiehtl das DOKR die deutschen Vier-Sterne-Prüfungen. Dazu gehört neben dem CCIO4*-S-Nationenpreis in Marbach vom 14. bis 17. Mai die Deutsche Meisterschaft vom 17. bis 21. Juni in Luhmühlen. Danach wird die Longlist bekannt gegeben. Als Pflicht-Sichtung gilt das Nationenpreis-Turnier in Avenches in der Schweiz vom 16. bis 19. Juli. Im Anschluss legt der Disziplin-Ausschuss gemeinsam mit Bundestrainer Peter Thomsen die Reiter für Aachen fest.
Vierspänner
Auch bei den Vierspännern ist die Deutsche Meisterschaft samt Nationenpreis vom 21. bis 26. Juli in Rastede eine wichtige Sichtung. Weitere Sichtungen sprechen die Vierspännerfahrer individuell mit Bundestrainer Karl-Heinz Geiger ab. Weitere Nationenpreise finden in Kronenberg/NED vom 16. bis 19. April, in Kladruby nad Labem/CZE vom 23. bis 26. April und in Windsor/GBR vom 14. bis 17. Mai statt. Auf nationaler Ebene kommen für die Sichtungseindrücke die Turniere in Greven und in Zeiskam hinzu. Der Ausschuss Fahren nominiert die Vierspänner für Aachen in dem Zeitraum rund um die Deutsche Meisterschaft in Rastede.
Voltigieren
Einen Sichtungsweg mit verschiedenen Stationen auf dem Weg zur Weltmeisterschaft haben die Voltigierer. Die Gruppen müssen an zwei internationalen Turnieren teilnehmen. Auch für die Einzelvoltigierer und Doppelvoltigierer gilt, dass sie an mindestens zwei internationalen Turnieren (CVI) teilnehmen. Auf Grundlage der bis dahin erbrachten Leistungen erfolgt eine Startgenehmigung für das Nationenpreis-Turnier vom 10. bis 14. Juni in Warendorf. Im Anschluss an dieses internationale Voltigierturnier (CVIO), das erstmalig am Bundesstützpunkt stattfindet, erfolgt die Nominierung.
