Der Niederländer Willem Greve ist in diesem Jahr eine Bank im Weltcup, gewann bereits in Stuttgart und A Coruna und nun auch in Göteborg.
Mit der Stute Pretty Woman van’t Paradijs N.O.P. gewann der niederländische Springreiter Willem Greve die beiden Weltcup-Etappen in Stuttgart und in A Coruna. Nun ließ er auch in Göteborg nichts anbrennen und sicherte sich Sieg Nummer drei. Dieses Mal war Grandorado TN N.O.P. sein Partner in Crime, 15 Jahre alter niederländischer Eldorado vd Zeshoek-Sohn.
Acht Paare waren ins Stechen um den Weltcup-Sieg in Göteborg eingezogen, eine ideale Zahl, wie Parcoursbauer Peter Schumacher betonte, der auch im kommenden Jahr das Weltcup-Finale in Göteborg baut. Willem Greve hatte dabei als letzter Starter definitiv die beste Ausgangsposition und konnte das Feld souverän von hinten aufrollen. Damit gehörte der Sieg ihm und seinem mächtigen Hengst. Auch Platz zwei ging in die Niederlande, an Kim Emmen und ihren 13 Jahre alten Imagine N.O.P. Platz drei sicherte unter großem Jubel des schwedischen Publikums Malin Baryard-Johnsson mit ihrer 18-jährigen Stute H&M Indiana. Das Top-Ergebnis dieser beiden Legenden – neben Platz drei im Weltcup holten sie auch Platz drei in einem weiteren Springen über 1,55 Meter beim Sieg von Daniel Deußer – bewegte viele Anwesende.

Malin Baryard-Johnsson und Indiana: MIt 18 Jahren ist die Stute immer noch top dabei. (© S. Lafrentz)
Deußer auf Platz sechs
Daniel Deußer hatte zuvor im Stechen alles versucht, um einen Platz auf dem Podium zu erzielen. Die Zeit hätte für den Sieg gereicht, doch eine Stange fiel bei seinem Ritt auf Otello de Guldenboom zu Boden. Statt dem Sieg wurde es Platz sechs. Die weiteren deutschen Teilnehmer hatten das Stechen klar verpasst. Für das Weltcup-Finale in Fort Worth ist Deußer damit durch seine 66 Punkte in der Gesamtwertung klar qualifiziert. Auch Richard Vogel wird mit seinen 56 Punkten dabei sein. Für die anderen wird es in Helsinki noch einmal spannend. In Führung liegt mit seinen drei Siegen Willem Greve mit 81 Punkten.

Daniel Deußer und Otello de Guldenboom waren blitzschnell, aber mit einem Abwurf im Stechen unterwegs. (© S. Lafrentz)
„Ich habe mir den ersten Reiter im Stechen angesehen, aber meine einzige Frage war eigentlich, ob ich sechs Galoppsprünge auf der Diagonale machen sollte. Am Ende habe ich mich entschieden, dieses Risiko nicht einzugehen – und das hat gereicht“, stellte Willem Greve fest. „Ich reite Grandorado seit zehn Jahren und wir arbeiten immer besser zusammen. Daher freue mich besonders, diesen Sieg zu seinem Lebenslauf hinzufügen zu können.“
Alle Ergebnisse aus Göteborg gibt es hier.
