Mary King und Kings Temptress mit vollem Einsatz in Luhmühlen 2009.
Mary King zieht sie sich aus dem Sport zurück. Mary Elizabeth Thomson-King heißt sie mit vollständigem Namen und trägt den MBE, also den The Most Excellent Order of the British Empire. Das bedeutet schon einiges. Die Karriere der heute 64 Jahre alten Vielseitigkeitsreiterin war lang – und hocherfolgreich!
Zu den Pferden hatte sie schon früh gefunden. Ihre ersten Ritte fanden auf dem Pony des Vikars am Ort statt, das den Namen Magpie trug. Mit elf Jahren entschloss sich Mary King, Vielseitigkeitsreiterin zu werden. Von 1992 bis 2012 war die am 8. Juni 1961 geborene Vielseitigkeitsreiterin bei sechs Olympischen Spielen für Großbritannien am Start. 2004 mit King Solomon III und 2012 mit Imperial Cavalier gab es Silber mit dem Team, 2008 Bronze mit Call Again Cavalier. 1992 hatte Mary King mit King William zum ersten Mal in Badminton gewonnen. Im Jahr 2000 gewann sie erneut mit Star Appeal, mit dem sie 1996 auch Burghley gewann. 2011 siegte sie in Lexington mit Kings Temptress.
Insgesamt gewann sie dreizehn Medaillen bei Championaten. 1995 gab es Einzelbronze mit King William. 2007 folgte Silber mit Call Again Cavalier. 1994 und 2010 gab es WM-Team-Gold, 1991 und 1997 EM-Team-Gold. In Aachen ritt sie 2006 zum zweiten Platz mit dem britischen Team.
Mit ihrem Ehemann Alan King hat sie zwei Kinder, Emily und Freddie. Emily King ist ebenfalls erfolgreich im Vielseitigkeits-Sattel und gewann im Nachwuchsbereich zahlreiche Medaillen.
Ende einer Karriere
Nun gab Mary King auf ihren Social-Media-Accounts bekannt:
„Die Zeit ist gekommen – ich habe beschlossen, meine Reitstiefel an den Nagel zu hängen. Ich habe dieses Jahr mein 46. Jahr im Vielseitigkeitssport begonnen und bin in Tweseldown und Moreton geritten. Aber ich habe beschlossen, dass es Zeit ist, mit dem Wettkampfsport aufzuhören und meine Vielseitigkeitspferde zu Emily zu schicken, damit sie ihre Karriere mit ihr fortsetzen können.
Ich habe mein Vielseitigkeitsleben geliebt und schätze mich so glücklich, so viele fantastische Pferde gehabt zu haben. Ich habe wundervolle Erinnerungen, die mir für immer am Herzen liegen werden.
Seit den Olympischen Spielen in London habe ich es geliebt, meine selbstgezüchteten Pferde auszubilden.
Ich werde mich nun der Zucht und der Ausbildung der jungen Pferde widmen und Emily außerdem stärker unterstützen. Jetzt kann ich in den Urlaub fahren, ohne ein schlechtes Gewissen wegen der Pferde zu haben, die ich eigentlich reiten sollte!
Vielen Dank an meine Familie, Freunde, Besitzer, Pferdepfleger, Sponsoren, Tierärzte, Hufschmiede und wunderbaren Unterstützer, die diese Reise über die vielen Jahre hinweg zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.“
Wir wünschen Mary King alles Gute und verneigen uns vor einer der ganz großen Sportlerinnen ihrer Disziplin!



