Peter Hofmann nimmt die Ehrung mit der Graf‑zu‑Rantzau‑Trophäe entgegen.
Eine große Feierlichkeit, die einen ganz besonderen Verein hochleben ließ. Der Mannheimer Reiter-Verein hat über 100 Jahre hinweg Großes geschaffen, unter anderem Europameisterschaften (1997 und 2007) und Fünf-Sterne-Nationenpreise ausgetragen und sich als Meister in Sachen Inklusion erwiesen, als er schon früh die Para-Sportler an der Großveranstaltung Maimarktturnier ganz selbstverständlich teilhaben ließ. Dies sind nur einige Schlaglichter. Die 100 Jahre Vereinsgeschichte haben viel mehr zu bieten. Die rund 250 geladenen Gäste genossen jedenfalls beim Jubiläumsabend als Zeitreise durch 100 Jahre Vereinsgeschichte.
„Es waren so viele Gäste da und ganz viele von ihnen habe ich zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Aber sie sind über all die Zeit dem Verein verbunden geblieben“, betonte Präsident Peter Hofmann gerührt. „Und es war wirklich ein Abend der Emotionen.“
Hugo Simon gerührt
Die knapp 84 Jahre alte Springsport-Legende Hugo Simon war es, der bei Hofmann für Gänsehaut und bei sich selbst für Tränen sorgte. „Der berührendste Moment war tatsächlich, als Hugo mir wirklich mit Tränen in den Augen sagte, dass er nicht auf die Bühne wolle. Dass wir beide so viel zusammen erlebt haben, was er vor Publikum aber nicht sagen könne. Er sei zu berührt.“
Michael Himmelsbach und Michael Queisner gehören zu den langjährigsten Vereinsmitgliedern und plauderten über ihre Erfolge vor mehr als 50 Jahren im Juniorenlager der Springreiter. Die bekannte Buchautorin und Ausbilderin im Pferdesport, Isabelle von Neumann-Cosel, erzählte von den Filmen, die sie in Zusammenarbeit mit dem Reiter-Verein über Jahre erstellt hat. „Durch diese Arbeit von Frau Neumann-Cosel hat sich in unserem Verein das Bewusstsein in der Ausbildung der Reiter verändert. Sie haben dadurch sehr viel mitgenommen, was die Ausbildungsphilosophie in unserem Verein prägt“, so Hofmann.
Besondere Ehrung zum Jubiläum
„Vor 44 Jahren habe ich den Vereinsvorsitz übernommen. Aber wir haben damals nicht bei null angefangen, wir haben auf das aufgebaut, was andere bereits angefangen und entwickelt hatten“, betonte Hofmann abschließend. Und dafür gab es eine besondere Ehrung: Dem Jubilar wurde die Graf-zu-Rantzau-Trophäe verliehen. Mit ihr würdigt Pferdesport Deutschland Turnierveranstalter, die nicht nur durch großartige Sportveranstaltungen, sondern auch durch eine herausragende Ehrenamtskultur Maßstäbe setzen. „Das ist eine tolle Auszeichnung“, freute sich Hofmann. „Eine Auszeichnung nicht für mich, sondern für die ganze Mannschaft. Für die Menschen, die seit Jahren und Jahrzehnten den Verein mitgestaltet haben.“