Noah Keller 2026 im Großen Preis von München. © Dill

Sieger Noah Keller 2026 im Großen Preis von München.

Die Autorin muss zugeben, dass sie diese Entwicklungen selbst sehr bewegen. Denn Pferd International war das Turnier, das es für sie quasi ’schon immer gab‘. 1994 war sie zum ersten Mal vor Ort und danach über viele Jahre immer wieder als Zuschauer und später journalistisch dabei. 2023 feierte man in München-Riem 40. Jubiläum. Eines der großen Traditionsturniere in Deutschland, kein Zweifel. Immer am Himmelfahrts-, beziehungsweise Vatertags-Wochenende. Hier nahmen große Karrieren ihren Ausgang, wie von Jessica von Bredow-Werndls Dalera oder von der einzigen Frau an der Weltranglisten-Spitze der Springreiter, Meredith Michaels-Beerbaum. Dalera gewann als junges Pferd, MMB als Grünschnabel aus den USA auf höchstem Niveau. So schuf das Turnier immer wieder Legenden, auch wenn es in Sachen Preisgeld nicht mit Großevents wie Aachen und Hamburg aufnehmen konnte.

„Pferd International ist ein Turnier von Reitern für Reiter und alle, die sich für Pferde begeistern. Familie Blum macht das jedes Jahr mit so viel Herzblut, ich bin sehr gerne hier. Und die Zuschauer bekommen vier Disziplinen sowie nahezu die gesamte Bandbreite des Pferdesports und des Kulturguts Pferd hautnah mit. Das ist schon einmalig“, so Michael Jung, Sieger im Großen Preis 2025.

Nun steht Pferd International auf der Kippe. Es ist gut möglich, dass es diese Veranstaltung, die immer mit einem gekonnten Mix aus Sport, Show und Ausstellern punktete, im Jahr 2027 nicht geben wird. Wie Bayerns Pferde berichtet, herrscht Krisenstimmung bei der Hippo Veranstaltungs GmbH. Die Suche nach Sponsoren erweist sich als immer schwieriger und aufwendiger. Daher sieht es im kommenden Jahr wohl schlecht aus in Sachen Pferd International. Eine offizielle Stellungnahme der Geschäftsführung der Hippo GmbH gibt es bislang nicht.

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