Charlott-Maria Schürmann und Dante´s Pearl © Hubert Fischer

Charlott-Maria Schürmann und Dante´s Pearl bei ihrem Siegesritt in München.

Dressurreiterin Charlott-Maria Schürmann wirkte noch etwas ungläubig ob ihres Sieges im Fünf-Sterne-Grand Prix Special bei Pferd International in München. Mit der elf Jahre alten Stute Dante´s Pearl OLD von Dante Weltino hatte sie sich herausragend präsentiert. Kein Wunder, dass da die Tränen flossen nach einem Ritt zu 77,191 Prozent und damit einer überwältigenden persönlichen Bestleistung. Denn für die mittlerweile 33 Jahre alte ehemalige vielfache Championatsreiterin und Gewinnerin im Nachwuchsbereich war es der erste so große Sieg seit langem. Im Seniorenlager stand immer die Ausbildung junger Pferde im Fokus. Und nun hat sie mit Dante´s Pearl eine Stute für die ganz großen Aufgaben.

„Eigentlich wollte ich ja in München auch CDI3*reiten, aber Bundestrainerin Monica Theodorescu hat anders entschieden“, berichtete Charlott-Maria Schürmann.  Nach dem vierten Platz im Grand Prix am Vortag konnte das Paar sich enorm steigern. „Dieses Pferd ist ein Geschenk. Sie vereint alles, was man sich nur wünschen kann! Einfach ein Traum! Seit vier Jahren steht sie bei uns im Stall und ich habe sie seitdem aufgebaut. Ich liebe sie – und ich hoffe, sie liebt mich auch so sehr wie ich sie.“

Raphael Netz Zweiter vor Jessica von Bredow-Werndl

Vor vollem Haus ritt Lokalmatador Raphael Netz wie auch im Grand Prix am Vortag auf Rang zwei. Mit Great Escape Camelot, 15 Jahre alter niederländischer Wallach von Johnson, kam er auf 74,298 Prozent und damit ebenfalls auf eine Personal Best. „Es ist superschön hier in München auf so einem tollen Turnier und vor heimischem Publikum zu reiten. Ich bin sehr stolz auf Camelot und es war großartig, nach fast zwei Jahren wieder einen Spezial geritten zu sein“, erläuterte Netz.

Dritte wurde Jessica von Bredow-Werndl mit Times Kismet. Die beiden hatten am Vortag den Grand Prix-Sieg eingeheimst und präsentierten sich erneut stark. Allerdings musste von Bredow-Werndl das ganze Turnier über mit einem Magen-Darm-Infekt kämpfen. 73,489 Prozent hieß das Ergebnis der Richter. „Kiss hat keine Limits, heute war ich ihr Limit. Sie hat das Potential für ganz oben“, so Jessica im Interview unter Tränen. „Kiss hat mich hier durchgetragen, auch wenn ich mehr über der Toilettenschüssel hing wie irgendetwas sonst.“

Bundestrainerin Monica Theodorescu war sehr zufrieden mit den Vorstellungen: „Wir haben hier Topsport, viele tolle, auch noch recht neue Paare und hohe Prozentzahlen gesehen – mehr kann ich mir doch nicht wünschen.“

Hinners gewinnt Hauptspringen

Die Finalqualifikation im Nürnberger Burg-Pokal ging derweil an Sabina Schrödter, welche die neunjährige Westfalenstute Feine Bella NRW vorstellte. Für die Fürstenball-Tochter gab es 72,878 Prozent. Platz zwei sicherte sich die amtierende Mannschafts-Europameisterin Katharina Hemmer und ihre achtjährige Westfälin Escanciador von Escolar mit 72,317 Prozent.

Bei den Springreitern setzte sich siegt Sophie Hinners auf Michael Jackson W in einem spannenden Hauptspringen des Tages mit Siegerrunde durch. Der neunjährige Wallach, der im Winter öfter mit Hinners Lebensgefährten Richard Vogel in den Vereinigten Staaten unterwegs gewesen war, zeigte sein großes Talent. mit 43,19 Sekunden lagen die beiden in der Siegerrunde ganz knapp vor dem Schweizer Pius Schwizer mit der zwölfjährigen Stute Epsilon de Roulard mit 43,51 Sekunden. Pia Reich und der 13 Jahre alte Dzazz d´Arvor wurden Dritte.

Alle Ergebnisse aus München gibt es hier.

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