Leni-Sophie Gosmann und Diamantini © Screenshot Equestrainapp

Leni-Sophie Gosmann und Diamantini in Le Mans.

Es gibt Momente für die Ewigkeit im Sport. Insbesondere Nachwuchsreiter werden dadurch geprägt und zehren oft ein ganzes Leben von den Erfolgen, die sie als Jugendliche erringen. Solche Träume wurden auch bei der Europameisterschaft im französischen Le Mans wieder wahr.

Leni-Sophie Gosmann vom RV Lippe Bruch Gahlen ist schon lange dabei. Sie ritt bereits 2024 mit Diamantini Ea We zum Mannschaftstitel, dann erneut 2025. In jenem Jahr kam Doppelsilber hinzu. Und nun? Wieder Teamgold – und endlich die Einzelgoldmedaille. In ihrem letzten Jahr als Ponyreiterin hat es die 16-Jährige nun geschafft.

Ein Herz und eine Seele

Mit Diamantini verbindet Leni-Sophie alle großen Erfolge. Die beiden sind zusammen in den Sport gewachsen, der zehnjährige Hengst war immer an ihrer Seite.  „Dia macht mich immer wieder sprachlos“, meinte Leni nach dem Erfolg. „Und heute ganz besonders. Ich bin so dankbar für ihn, der immer alles für mich gibt.“

Mit 75,567 Prozent verwies Leni-Sophie Gosmann die Dänin Filippa Jæger Jensen mit Sir Sansibar auf den Silberrang (75,514). Bronze ging ebenfalls an Deutschland. Lilly Kasselmann ritt Nasdaq FH zu 74,919 Prozent. Victoria Winkmann auf Peach sicherte sich mit 74,432 Prozent den fünften Platz und damit die Teilnahme in der Kür. Nur einen Platz dahinter reihten sich Lilli von Helldorff und Nabucco mit 73,081 Prozent ein. Es war also denkbar knapp und alle deutschen Paare zeigten eine Top-Leistung.

Herausfordernde Geländestrecke

Bei den Vielseitigkeitsreitern warteten einige Herausforderungen auf der Geländestrecke. Und so konnte Deutschland seine Führung nach der Dressur auch nicht halten. Allerdings ging es für das Team – anders als für die vor dem Gelände zweitplatzierten Belgier – nicht nach ganz hinten. Platz drei mit 120,2 Minuspunkten lässt noch viele Möglichkeiten. Auch wenn Frankreich mit 108,5 Minuspunkten und Irland mit 111,8 Minuspunkten etwas besser da stehen.

Für Deutschland war der Beginn im Gelände alles andere als optimal. Der EM-Newcomer Justus Hayessen, der mit seiner Miss Windsor eigentlich für sehr sichere Runden bekannt ist, schied aus. Es lag an den anderen drei Paaren, sichere Runden nach Hause zu bringen. Und es gelang! Charlotte Eilers ritt Nadeshi nicht in der allerschnellsten Zeit, aber gekonnt sicher ins Ziel. Aus 31,7 Minuspunkten wurden 39,7 Minuspunkte – aktuell Platz 13. Noch besser machten es Anna von Helldorf und Marlon. Mit 32,5 Minuspunkten kamen sie aus der Dressur. Nun kamen lediglich minimale Strafpunkte für Zeitüberschreitung hinzu, sodass die beiden bei 34,9 stehen. Das war ein Sprung von Platz 16 auf Rang drei.

Nicht so optimal lief es leider für die Führende nach der Dressur, Lea Brügger mit Golden Girl´s Nelly. Eine Verweigerung ließ sie mit 45,6 Minuspunkten auf Platz 19 zurückfallen. In Führung liegt Noa Pelle aus Frankreich mit Gin Gt la Templerie vor der Irin Anna Radford mit Essenar Double Dutch.

Die deutschen Einzelstarter fielen ebenfalls zurück. Greta Marie Löhr ist mit Rathcline Dream 22., Franziska Niehoff mit Metallica SGN 33.

Alle Ergebnisse aus Le Mans gibt es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert