Wildschwein © Alexandra Koch

Sauschön kann so ein Wildschweinleben sein (Symbolbild).

Sie kamen in der Nacht – und hinterließen eine ziemlich eindrucksvolle Visitenkarte. Wildschweine haben das Geläuf der Düsseldorfer Galopprennbahn großflächig umgepflügt. Die Folge ist alles andere als lustig: Der für Sonntag geplante Renntag muss abgesagt werden.

Nach Angaben des „WDR“ haben die Schwarzkittel am Montag und Dienstag den Rasen auf mehreren Flächen auf der Rennbahn aufgebrochen und nach Nahrung gesucht. Rund 400 Quadratmeter des Geläufs sind betroffen.

Verletzungsgefahr für Pferde und Menschen

Für die Galopprennbahn ist das ein ernstes Problem: Die entstandenen Unebenheiten lassen sich nicht innerhalb weniger Tage beseitigen, ohne die Sicherheit von Pferden und Reitern zu gefährden. Der zuständige Rennverein zog deshalb die Konsequenz und sagte den Renntag ab.

Die Wildschweine hatten offenbar zum ersten Mal überhaupt die Rennbahn für sich entdeckt. Einen vergleichbaren Schaden habe es dort bislang nicht gegeben. Vermutet wird, dass die Tiere auf dem bewässerten Geläuf auf Nahrungssuche waren. Für die Verantwortlichen stellt sich damit nun die Frage: Wie lässt sich künftig verhindern, dass die vierbeinigen ‚Bodenbearbeiter‘ erneut zum nächtlichen Einsatz antreten?

Denn die Wildschweinplage ist längst kein lokales Kuriosum mehr. Die Tiere breiten sich in vielen Regionen Deutschlands stark aus und werden zunehmend dort zum Problem, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Für den Veranstalter ist die Absage auch wirtschaftlich schmerzhaft. Bei gutem Wetter besuchen etwa 10.000 Menschen die Renntage. Bereits gekaufte Eintrittskarten für Sonntag sollen nach Angaben des Veranstalters kostenlos erstattet werden. Bis zum nächsten Renntag am 13. September soll das Geläuf wieder in einem rennfähigen Zustand sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Wildschweine bis dahin nicht noch einmal vorbeischauen. Der Veranstalter hofft jedenfalls, dass die Wildschweine hier keine ziemlich exklusive Suhle errichten wollen …

Auch WDR Aktuell hat über die Schäden berichtet.

 

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