Im Kreis Höxter mehren sich die Angriffe auf Weidepferde.(Symbolbild)
Schwere Verletzungen am Bein trug laut dem WDR eine Stute auf einem Gnadenhof in Willebadessen-Niesen davon. Zudem wurde dort ein zweites Pferd leicht verletzt. Ein weiterer Fall ereignete sich ebenfalls in Niesen. Auf einer anderen Koppel entdeckte eine Pferdehalterin ein Pferd mit einer tiefen Stichverletzung im Brustbereich. Auch dieser Vorfall wurde der Polizei gemeldet. Die drei neuen Fälle ereigneten sich in derselben Nacht und im selben Ortsteil. Nach Angaben der Polizei liegt deshalb der Verdacht nahe, dass die Taten miteinander in Verbindung stehen könnten. Ob sie tatsächlich Teil einer Serie sind, ist derzeit jedoch noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei Höxter hat inzwischen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie soll die bisherigen Erkenntnisse und eingehenden Hinweise zentral auswerten und mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen prüfen. Die Ermittler bitten darum, Verletzungen oder verdächtige Beobachtungen möglichst umgehend zu melden.
Polizei warnt vor Verdächtigungen
Parallel zu den Ermittlungen kursieren in sozialen Netzwerken zahlreiche Spekulationen über einen möglichen Täter. Unter anderem wird ein weißer Transporter mit Berliner Kennzeichen mit den Taten in Verbindung gebracht. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, solche unbestätigten Hinweise öffentlich zu verbreiten. Solange ein Zusammenhang nicht nachgewiesen sei, könne die Verbreitung solcher Informationen zu falschen Verdächtigungen und einer Hetzjagd führen. Zudem könnten dadurch die laufenden Ermittlungen beeinträchtigt werden Die Ermittler stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Die betroffenen Pferdekoppeln liegen teilweise weit voneinander entfernt und sind häufig nur schwer einzusehen. Die Polizei hat deshalb ihre Präsenz in den betroffenen Regionen verstärkt. Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden werden Feld- und Wanderwege kontrolliert.
Mit den drei aktuellen Fällen sind inzwischen zehn Fälle im Kreis Höxter und im Kreis Lippe bekannt geworden. Ob tatsächlich ein Serientäter für die Taten verantwortlich ist, bleibt offen.