Polizei Symbolbild © Pixabay

Die Polizei sucht nach Zeugen.

Im Kreis Ostwestfalen-Lippe häufen sich seit Anfang Juni die Fälle, bei denen Pferde auf Weiden verletzt wurden. Inzwischen sind sechs Vorfälle in den Kreisen Höxter und Lippe bekannt. Die Polizei prüft, ob die Taten miteinander in Zusammenhang stehen. Auch wir berichteten bereits davon. Angfang August kam es zu einem weiteren Vorfall in Bad Driburg-Dringenberg. Der Halter entdeckte das Tier am Morgen des 6. August mit einer Verletzung an einem Hinterbein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Pferd zwischen 22 und 23 Uhr mit einem scharfen Gegenstand misshandelt. Es ist wohl in der Tierklinik auf dem Weg der Besserung.

In Marienmünster-Altenbergen musste Anfang Juni ein schwer verletztes junges Pferd aufgrund seiner schwersten Verletzungen eingeschläfert werden. Ein besonders dramatischer Fall ereignete sich zudem in Lügde im Kreis Lippe, wo eine 20-jährige Stute auf einer Weide schwer an den äußeren Genitalien verletzt wurde. Der behandelnde Tierarzt schließt laut dem WDR aus, dass sich das Pferd die Verletzungen selbst zugefügt haben könne. Das Tier wurde sofort operiert und befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Nach Einschätzung des Tierarztes könnte der Täter über Erfahrung im Umgang mit Pferden verfügen, da anscheinend keine Panik unter den Pferden auf der Weide ausbrach. Weitere Angriffe gab es auf ein Fohlen in Altenbergen, ein knapp zweimonatiges Fohlen in Papenhöfen sowie ein Pferd in Höxter-Bödexen.

Die wiederholten Vorfälle sorgen bei Pferdehaltern in der Region für erhebliche Verunsicherung. In mehreren Orten haben sich Besitzer zusammengeschlossen und organisieren nächtliche Kontrollfahrten und Wachen an den Weiden. Die zuständigen Polizeibehörden in Höxter und Lippe stehen im Austausch. Ob ein einzelner Täter oder mehrere Personen für die Angriffe verantwortlich sind und ob die Fälle zusammenhängen, ist bislang laut dem WDR ungeklärt. Die Polizei bittet die Bevölkerung insbesondere um Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen.

 

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