Schafft Fiete NRW mit Kira Laura Sondemann wieder den Durchmarsch? Der Hengst gewann bei den Bundeschampionaten 2025 die Bronzemedaille bei den fünfjährigen Dressurpferden.
In der ersten Abteilung dominierte Charlott-Maria Schürmann im Sattel des ausdrucksstarken Hannoveraner Hengstes Viva las Vegas 9. Der von Reinhard Baumgartner gezogene Sohn des Viva Gold aus einer Foundation-Mutter ist im Besitz von Anne Haggenmüller. Viva las Vegas ist in Warendorf längst kein Unbekannter. Bereits 2023 tanzte der prämierte Hengst als Dreijähriger ins Reitpferde-Finale und untermauerte 2025 als Fünfjähriger mit Top-Platzierungen seine Ausnahmestellung.
Mit einer phänomenalen Gesamtwertnote von 9,22 sicherte sich das Paar bei den diesjährigen Bundeschampionaten unangefochten den Sieg in der ersten Abteilung. Die Richter belohnten seine spektakuläre Mechanik im Trab mit einer 9,6. Sie bescheinigten ihm eine Perspektive von 9,5. Ergänzt durch eine 9,2 im Galopp, eine 9,0 für die Durchlässigkeit sowie eine 8,8 im Schritt wurde schnell klar, dass dieser Hengst nicht viel zu wünschen übrig lässt.
Fürst FRH konnte in diesem Jahr erneut überzeugen
Den zweiten Platz sicherte sich Kira Goerens-Ripphoff auf dem edlen Hannoveraner Rappwallach Fürst FRH. Gezogen von Gerold Gögele und im Besitz von Gert Saborowski, trägt der Fürst Romancier x Sandro Hit-Sohn den begehrten Namenszusatz des Hannoverschen Fördervereins (FRH). Diesen verdienen sich nur sportliche Aushängeschilder. Fürst FRH gehörte bereits im Vorjahr als Fünfjähriger zu den hochplatzierten Finalisten im Warendorfer Viereck. Er überzeugte die Richter erneut durch seine gleichmäßige Spitzenqualität.
Mit einer Gesamtnote von 9,04 dekoriert, konnte er das Viereck verlassen. Sowohl der elastische Trab als auch der geregelte Schritt wurden mit einer 9,2 bewertet. Gefolgt von einer 9,1 für die Perspektive sowie jeweils 8,8 für Galopp und Durchlässigkeit.
Sinato begeistert bei seinem Debüt der sechsjährigen Dressurpferde
Auf Rang drei ritt Thomas Schulze mit dem Hannoveraner Wallach Sinato. Der Sohn des Secret aus einer Mutter von For Romance aus der Zucht von Christine Feichtinger ist im Besitz der Equi Passion Trading GmbH. Sinato vertritt die hochbegehrte Blutlinie des Secret, der selbst Bundeschampion und Vize-Weltmeister war. Für den Wallach war es die Premiere auf dem Warendorfer Parkett. Nachdem er in den Vorjahren noch nicht am Bundeschampionat teilgenommen hatte, konnte er 2026 erstmals das Ticket lösen.
Bei seinem Warendorf-Debüt überzeugte er auf Anhieb mit vorbildlicher Rittigkeit, was die Richter mit einer 9,0 für die Durchlässigkeit belohnten. Zusammen mit einer 8,8 für den Gesamteindruck und die Perspektive, einer 8,7 im Trab sowie jeweils 8,5 im Schritt und Galopp ergab das eine Gesamtwertnote von 8,7. Besonders bemerkenswert: Die Zuschauer sahen Sinato sogar noch weiter vorne und kürten ihn mit phänomenalen 9,2 Punkten zum Publikumsliebling der Abteilung. Fürst FRH liegt beim Publikum in dieser Abteilung mit einem Spectator Judging von 8,86 noch vor Viva las Vegas,. Dieser erreichte bei den Zuschauern eine Endnote von 8,42.
Fiete NRW dominiert, Prominenz auf den Plätzen
Ist Fiete noch aufzuhalten oder wird er in diesem Jahr den Durchmarsch im Finale schaffen? Bereits 2025 machte er in Warendorf von sich reden. In der zweiten Abteilung der Dressurpferdeprüfung der Klasse M setzte sich Kira Laura Soddemann mit dem westfälischen Ausnahmehengst Fiete NRW an die Spitze. Gezogen von Robert Drenker und im Besitz von Peter Brenske weist er eine beeindruckende Championatshistorie auf. Fiete NRW sicherte sich 2024 und 2025 im Westfalen-Championat den Titel. Er platzierte sich 2025 bei den Bundeschampionaten im Finale auf Platz drei der fünfjährigen Dressurpferde.
Mit einer herausragenden Durchlässigkeitsnote von 9,5 demonstrierte Fiete NRW dieses Jahr im Viereck absolute Rittigkeit. Zusammen mit einer 9,1 für die Perspektive, jeweils 9,0 für Trab und Galopp sowie einer 8,7 im Schritt sicherte er sich mit einer Gesamtnote von 9,06 den Sieg. Auch die Zuschauerränge waren vollends überzeugt und honorierten die Runde mit dem Abteilungshöchstwert von 9,3 im Spectator Judging.
Richter und Zuschauer sind sich bei Finalqualifikation der sechsjährigen Dressurpferde einig
Platz zwei ging an den Oldenburger Hengst Globall OLD, geritten von Eva Möller. Der Sohn des Global Player, mütterlicherseits gezogen auf Fürstenball aus der Zucht von Arnold Wegbünder ist im Besitz der Helgstrand Dressage A/S. Sein Vater Global Player war Weltmeister der jungen Dressurpferde, während Muttervater Fürstenball als Jahrhunderthengst Geschichte schrieb.
Globall OLD, Prämienhengst der Oldenburger Körung 2023 und Sieger von Bundeschampionats-Qualifikationen, bestach durch gewaltige Grundgangarten. Er erhielt für seinen Trab und seinen Galopp jeweils die Traumnote 9,3, ebenso wie für die Zukunfts-Perspektive. Eine 8,5 im Schritt und in der Durchlässigkeit komplettierten das Ergebnis von insgesamt 8,98, während das Publikums-Voting mit einer 8,87 mit den Richtern konform ging.
Auf den Hufspuren von Weihegold OLD
Das Podium der zweiten Abteilung komplettierte Alina Schneider auf der Oldenburger Stute Weihforca OLD. Das Zucht-Highlight dieser Fynch Hatton x De Niro-Tochter liegt in ihrer mütterlichen Linie. Sie stammt aus der Zuchtstätte von Christine Arns-Krogmann und entspringt direkt dem weltberühmten Stamm der Weihegold OLD – der Olympiasiegerin und mehrfachen Weltcupsiegerin unter Isabell Werth. Weihforca OLD bewies, dass sie das Leistungsgen ihrer berühmten Verwandtschaft in sich trägt. Sie glänzte mit einer 9,0 für die Durchlässigkeit. Mit einer 8,8 für die Perspektive, jeweils 8,6 im Trab und Galopp sowie einer 8,2 im Schritt erreichte sie eine Gesamtwertnote von 8,64 und ein Spectator Judging von 8,59.