Fünfjährige Vielseitigkeitspferde: Julia Krajewski und Chris Tonic © Thomas Hartwig

Julia Krajewski und Chris Tonic überzeugten in der Finalqualifikation der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde in Warendorf mit der Bestnote 9,2.

Für Chris Tonic, den Holsteiner Hengst aus der Zucht von Manfred Johannsen, vergaben die Richter die Bestbewertung der Gesamtkonkurrenz, eine 9,2. In der Kategorie „fünfjährige Vielseitigkeitspferde“ setzte er damit die Bestmarke. Der Crack-Sohn aus einer Dinken-Mutter, der auch im Besitz von Krajewski (BG Vollmer) steht, konnte in allen Belangen punkten.

Angefangen von der Galoppade ( 8,0) über das Springvermögen (9,5), die Rittigkeit (9,5) sowie die Gesamtperspektive als Vielseitigkeitspferd (9,5) war der rittige Schimmel in allen Bereichen führend und der einzige, der in dieser Finalqualifikation die magische Grenze eines gesamten „Sehr gut“ knackte.

Drei bronzene Schleifen vergeben

Auf Rang zwei folgte mit Energy Ed unter dem Sattel von Arne Bergendahl ein Hannoveraner Wallach. Der Fuchs stammt von Edward aus einer Dover-Mutter aus der Zucht von Inka Küsters und gehört Lars Küsters. Für ihn summierten sich am Ende 8,6 Zähler. Das Podium der ersten Abteilung der Final-Quali der Buschtalente komplettierten gleich drei Pferde mit einer 8,4: Der schwarzbraune Wallach Crispin D, vorgestellt von Jérôme Robiné, sowie die beiden hannoversch eingetragenen Diacontinus-Nachkommen Dialotta so well und Dialario.

Der Westfalen-Wallach Crispin D ist ein Sohn des bekannten Parcoursstars Cornet Obolensky und geht mütterlicherseits auf den Vollblüter Scalo xx zurück. Züchter und Besitzer ist hier Marc Dahlkamp. Ayleen Stuhr präsentierte die von Gerd Müller gezogene und im Besitz von Beate Hohnfeld stehende Rappstute Dialotta so well (M.v. Perigueux). Im Sattel von Dialario (M.v. Inliner), aus der Zuchtgemeinschaft Reinstorf/Hopp saß Lena Reinstorf.

Fünfjährige Vielseitigkeitspferde: Fanta PH springt an die Spitze

Die goldene Schleife der zweiten Abteilung der Finalqualifikation der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde vergaben die Richter an Fanta PH. Ben Leuwer stellte die Stute aus dem Zuchtgebiet der Oldenburger Sportpferde vor.

Die Tochter des Anglo Arabers Flic en Flac (M.v. Carentinus, Züchter: Josef Kathmann, Besitzer: Johanna und Philipp Hilbrich) imponierte unter anderem mit ihrem überragenden Springvermögen, das den Richtern eine glatte Neun wert war. Mit 8,8 gewann Fanta PH ihre Abteilung.

Doppeltes Silber für fünfjährige Vielseitigkeitspferde

Mit Carbolin hatte Julia Krajewski bei den fünfjährigen Vielseitigkeitstalenten einen weiteren Hengst unter dem Sattel und ganz weit vorn in der Platzierung: 8,5 und Rang zwei für den Holsteiner Clarimo-Nachkommen (M.v. Quinar, aus der Zucht von Klaus Thiedemann (B. MS Business Network GmbH).

Mit derselben Wertnote lotste Lotte Palmgreen Udo J aufs silberne Podium. Der dunkelbraune Ulriko-Sohn (M.v. Casalito) gehört zum Zuchtverband Holstein und wurde von seinem Besitzer Heiko Jensen gezüchtet.

Ausgeglichenes Starterfeld mit guten Leistungen

Insgesamt recht ausgeglichen präsentierte sich das Feld der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde. Von den 57 gestarteten Youngstern erreichten alle heil das Ziel, 19 von ihnen konnten sich in die Platzierungsliste eintragen.

Die ganz großen Ausreißer in der Bewertung blieben in diesem Jahr aus. So gab es auch in den Einzelnoten deutlich weniger Neunen als in den Vorjahren, aber: es gab eben auch keine „Totalausfälle“. Noten im Fünferbereich resultierten in der Regel aus Zeitüberschreitungen.

Keine zweite Finalchance für fünfjährige Vielseitigkeitspferde

Die jungen Buschpferde, die es im ersten Anlauf nicht ins Finale geschafft haben, dürfen sich morgen im sogenannten Kleinen Finale noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Eine Chance, über diese Prüfung doch noch ins zweitägige große Finale einzuziehen bekommen sie allerdings nicht.

„Wir haben uns vor einiger Zeit entschlossen eine Qualifikation über das Kleine Finale bei den Vielseitigkeitspferden nicht mehr zuzulassen. Denn dann müssten die jungen Pferde in vier Tagen drei Geländepferdeprüfungen sowie je eine Dressur- und Springprüfung gehen. Das halten wir für nicht pferdegerecht“, erklärt Thies Kaspareit, Leiter der Abteilung Ausbildung von Pferdesport Deutschland, die Entscheidung pro Pferd.

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