Eines der am Forschungsprojekt teilnehmenden Pferde. © Karo Klamann/Quelle: Pferdesport Deutschland

Eines der am Forschungsprojekt teilnehmenden Pferde.

Transport, fremde Umgebung, neue Pferde und ungewohnte Abläufe: Für junge Sportpferde sind mehrtägige Turniere eine herausfordernde Erfahrung. Ein Forschungsprojekt der Freien Universität Berlin untersucht bei den Bundeschampionaten, wie die Pferde darauf reagieren und was genau ihr Wohlbefinden verbessern kann.

Dafür werden die Pferde während ihres gesamten Aufenthalts bei den Bundeschampionaten sowie mehrere Tage zuvor und danach im Heimatstall beobachtet. Ein leichtes Halsband mit Sensoren erfasst kontinuierlich Bewegungsdaten. Zum Reiten wird es abgenommen. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich daraus Tag und Nacht verschiedene Verhaltensweisen automatisch erkennen.

Zusätzlich fließen Angaben zu Alter, Geschlecht, Disziplin und Turniererfahrung sowie Einschätzungen der betreuenden Personen in die Untersuchung ein. So soll herausgefunden werden, welche Faktoren das Verhalten und Wohlbefinden beeinflussen und ob sich junge Pferde mit zunehmender Turniererfahrung besser an die ungewohnte Situation anpassen.

„Eine gute Erholung zwischen den Prüfungsstarts sowie eine ungestörte Futteraufnahme sind wichtige Voraussetzungen für die langfristige Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Sportpferden“, sagt Projektleiterin Dr. Katharina Kirsch.

Die gewonnenen Daten sollen helfen, das Turnier- und Stallmanagement weiterzuentwickeln und die Bedingungen für Sportpferde langfristig pferdegerechter zu gestalten.

Mehr über das Forschungsprojekt gibt es direkt beim Bundeschampionat. Am Sonntag, 30. August, wird die Untersuchung um 11 Uhr auf der Sparkassenbühne vorgestellt.

Alle Ergebnisse der Bundeschampionate gibt es hier.

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